Manfred Lautenschläger-Preis

Der von Manfred Lautenschläger durch seine Stiftung ermöglichte Preis kommt gezielt den Geistes- und Kulturwissenschaften zugute, deren Status als Orientierungswissenschaften für unsere Gegenwart er mit seinem Fokus auf Geschichte, Gesellschaft und Kultur betont. Er soll für junge Forschende „Anerkennung“ und „Motor“ zugleich sein.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird 2022 das erste Mal verliehen.

Wer kann nominiert werden?

Die für die Preisverleihung vorgeschlagenen Autorinnen oder Autoren sollen am Tag der Einreichungsfrist nicht älter als 35 Jahre sein. Die vorgeschlagenen Arbeiten sollen von einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut des Landes Baden-Württemberg als wissenschaftliche Leistung angenommen und in den jeweils vergangenen zwei Jahren publiziert oder zur Publikation eingereicht worden sein. Eine Teilung des Preises auf mehrere Personen ist nicht möglich.

Wer darf vorschlagen?
  • alle Mitglieder der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • die Leitung aller wissenschaftlichen Einrichtungen der Universitäten in Baden-Württemberg (Rektorate, Dekanate, Geschäftsführende Direktoren, Institutsleitungen)
  • die Leitung aller außeruniversitären Forschungsinstitutionen Baden-Württembergs (Geschäftsführende Direktoren)
  • Eigenbewerbungen sind ausgeschlossen
Manfred Lautenschläger-Preis
Der Preisstifter

Manfred Lautenschläger, geboren am 15. Dezember 1938 in Karlsruhe, studierte nach dem Abitur und dem Wehrdienst Rechtswissenschaften in Heidelberg, Freiburg und Hamburg. Er legte das zweite Staatsexamen 1968 ab. Nach anschließender kurzer Tätigkeit als Rechtsanwalt erfolgte - gemeinsam mit Eicke Marschollek - die Realisierung der Idee der "Beratung von Hochschulabsolventen" in Absicherungsangelegenheiten, unabhängig von Versicherungsgesellschaften.

Am 1. Januar 1971 erfolgte die Gründung der Marschollek, Lautenschläger und Partner KG, die später in eine GmbH und 1984 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Die Börsennotierung folgte am 15. Juni 1988 (Stuttgart und Frankfurt).

Manfred Lautenschläger war von 1984 bis 1993 Vorstandsvorsitzender der Marschollek, Lautenschläger und Partner AG und von 1993 bis 1999 der neugegründeten MLP Holding AG. In der Hauptversammlung am 19.05.1999 wechselte er vom Vorstand in den Aufsichtsrat der Gesellschaft und übernahm dort den Vorsitz. 2008 legte er den Vorsitz nieder. 2018 schied er aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrats der MLP SE hat ihn am 14.06.2018 zu seinem Ehrenvorsitzender ernannt.

Im März 2002 rief er die Manfred Lautenschläger Stiftung gGmbH ins Leben, deren Zweck die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, der Völkerverständigung sowie des Heimatgedankens ist.

Am 10. November 1998 wurde ihm die Ehrensenatorwürde der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg verliehen, am 18. Oktober 2008 die Ehrendoktorwürde.

Am 23. März 2009 bekam er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Er ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Der Preis wird seit 2022 für Arbeiten im Bereich Geistes- und Kulturwissenschaften mit einem Fokus auf Geschichte, Gesellschaft und Kultur vergeben. Er soll für junge Forschende „Anerkennung“ und „Motor“ zugleich sein. 

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger:

JahrNameTitel
2025Hausen, MaikeReviewing Britain’s Presence East of Suez. Australian, Canadian and New Zealand Foreign Policy Considerations Surrounding Southeast Asia, 1956–1971
2024Ahner, HelenPlanetarien. Wunder der Technik – Techniken des Wunders
2023Landa, Sara'Die Ferne läßt sie unsern Dingen gleichen‘. Annäherungen an die chinesische Dichtung in der deutschen Lyrik vom Expressionismus bis zur Gegenwart
2022Sowada, LenaDer schriftliche Sprachgebrauch weniger geübter Schreiber in Ego-Dokumenten aus der deutsch-französischen Grenzregion während des Ersten Weltkriegs
Nominierungsfrist

Jährlich 01. März - 30. Juni

Was muss eingereicht werden?
  • Begründung des Vorschlags von maximal zwei Seiten
  • Lebenslauf
  • Publikationsliste
  • preiswürdige Arbeit

Die Unterlagen sollten als eine PDF-Datei eingereicht und an hadw@hadw-bw.de geschickt werden.

Wann wird entschieden?

Die Akademie gibt ihre Entscheidung Anfang des Jahres bekannt. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger sowie deren Mentorin oder Mentor werden schriftlich über das Ergebnis benachrichtigt.

Sie haben noch Fragen?

Dann erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 06221 54-3265 oder per E-Mail an hadw[at]hadw-bw.de .

Sollten Sie die Unterlagen per Post versenden wollen, schicken Sie sie bitte an:

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Vorstandssekretariat
Karlstraße 4
69117 Heidelberg