"Wir forschen. Für Sie." III: Darf ein Christ in den Krieg ziehen? Eine schon im 16. Jahrhundert vieldiskutierte Frage
Bereits in der Reformationszeit war die Frage, ob ein Christ Soldat sein darf, heftig umstritten. Dies belegen zahlreiche Briefquellen aus der Frühen Neuzeit.
Bereits in der Reformationszeit diskutierte man leidenschaftlich die Frage, ob ein Christ Soldat sein darf. Dies belegen zahlreiche Texte aus der Frühen Neuzeit. Auch in Briefen ist der Krieg ein dauerndes Thema. Die Frage nach der Bewertung einer Teilnahme am Krieg wird neben vielen anderen Sachverhalten erörtert. Die Leiden, die der Krieg mit sich bringt, werden ebenso behandelt wie das rechte Verhalten im Krieg. Doch wer rang mit wem bei der umstrittenen Frage, ob ein Christ Soldat sein darf? Welche Argumente wurden pro und contra ins Feld geführt?
Zur Person: Prof. Dr. Christoph Strohm war von 2006 bis 2024 Professor für Reformationsgeschichte und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Heidelberg. Er ist Leiter des Projekts „Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620)“ an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, deren ordentliches Mitglied er seit 2008 ist.
Zur Vortragsreihe: Seit nunmehr über 20 Jahren findet diese öffentliche Vortragsreihe statt, bei der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie auch aus den sieben Schwesterakademien zu Wort kommen. Die Vorträge richten sich an ein breites Publikum, um Einblicke in die Forschungsarbeiten zu geben. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
Die Reihe findet in Kooperation mit der vhs Heidelberg statt.
Datum: 8. Juli 2026
Ort: Vortragssaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Karlstr. 4, 69117 Heidelberg
Beginn: 18:15 Uhr
Vortrag: Prof. Dr. Christoph Strohm (Heidelberg)