WIN-Konferenzen

Interdisziplinäre Forschung sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind Hauptanliegen der Heidelberger Akademie. Im Rahmen der Jungen Akademie | HAdW unterstützt die Akademie seit 2007 herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Baden-Württemberg bei der Ausrichtung von WIN-Konferenzen (vormals Akademiekonferenzen). Die Akademie stellt hierfür finanzielle Mittel zur Verfügung, unterstützt bei der Organisation und bietet auch wissenschaftlichen Rat an. Ziel ist es, diesem Personenkreis die Möglichkeit zu geben, in eigener Verantwortung und voller Unabhängigkeit internationale, interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenzen auszurichten. Diese sollen, dem Selbstverständnis der Akademie entsprechend, dem wissenschaftlichen Gespräch über Fachgrenzen hinweg dienen und müssen deshalb thematisch interdisziplinär ausgerichtet sein.

Mit diesen Konferenzen wollte die Akademie bewusst über den Rahmen der üblichen wissenschaftlichen Nachwuchsförderung hinausgreifen. Seit 2019 werden in der Regel bis zu drei Konferenzen pro Jahr in diesem Format gefördert. Die bisherigen WIN-Konferenzen wiesen ein Höchstmaß an Engagement, Ideenreichtum und verantwortungsbewusster und gelungener Umsetzung auf. Die Förderung der selbständigen Organisation für junge Forschende erwies sich damit als besonders ertragreich und innovativ und bestärkt die Akademie, dieses Vorhaben mit großem Interesse und Enthusiasmus fortzuführen und die Junge Forschung weiter voranzutreiben.

Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausschließlich in einer frühen wissenschaftlichen Karrierephase nach der Promotion. Die Antragstellenden müssen an einer Forschungsinstitution in Baden-Württemberg arbeiten und dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht auf eine Lebenszeitprofessur berufen sein. An die Akademie bereits angebundene Forschende sind von der Antragstellung ausgeschlossen.

Finanziert durch:

Die Konferenz

Konvivialität als religiöse Bildungsaufgabe in Geschichte und Gegenwart (interner Link)
(25.–26. März 2026)
Christopher Nunn (Universität Heidelberg), Katrin König (Universität Heidelberg/Universität Paderborn)
Externer Link zum Konferenzprogramm

Die Konferenzen
  • Measuring Culture – Advancing Computational Approaches in Sociology, Political Science, and Linguistics
    (8.–9. Mai 2025)
    Mark Wittek, Agnieszka Falenska, Universität Stuttgart
  • Interdisciplinary Workshop on Experimental Social Science on the Causes and Consequences of Appearance-based Discrimination
    (11.–13. Juni 2025)
    Johanna Gereke, Universität Mannheim
  • Overcoming Uncertainties in Cold-Region Hydrology (interner Link)
    (29. September – 1. Oktober 2025)
    Léa Bussière, Universität Heidelberg
WIN-Konferenzen 2024

Die Konferenzen

WIN-Konferenzen 2023

Die Konferenzen

Die Berichte zu den einzelnen Konferenzen finden sich in der Regel in den Jahrbüchern der Akademie (externer Link).

2022
  • Historical Modelling of Biodiversity Loss: Reassessing European Imperial History
    Organisation: Dr. Javier Francisco (Universität Freiburg)
  • An interdisciplinary methods conference for early career researchers (PhD & Postdoc) in the fields of childhood and age(ing) research
    Organisation: Dr. Anna Wanka und Tabea Freutel-Funke (Universität Stuttgart)
  • Frühmittelalterliche Mobilität – Interdisziplinäre Zugänge
    Organisation: Dr. Laury Sarti (Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
  • 1st Molecular Systems Engineering for Bioapplications (MSEB)
    Organisation: Jun.-Prof. Eva Blasco (Universität Heidelberg), Dr. Mohammadreza Taale (KIT/Universität Heidelberg) und Dr. Maria Villiou (Universität Heidelberg)
2021
  • Translation, Interpretation, Adaptation. Music between Latin America and Europe 1920 to 2020
    Organisation: Dr. Christina Richter-Ibáñez (Universität Tübingen)
  • Water and nutrient fluxes in ecosystems under a changing climate - a tracer-based perspective
    Organisation: Dr. Natalie Orlowski, Dr. Michael Rinderer, Jaane Krüger, Dr. Maren Dubbert (Universität Freiburg)
  • Philosophy of Science meets Machine Learning
    Organisation: Dr. Thilo Hagendorff, Dr. Thomas Grote, Dr. Eric Raidl (Universität Tübingen)
  • Die Sicherung von Menschenrechten in transnationalen Lieferketten – Wie kann ein nationales Gesetz ein globales Problem lösen?
    Organisation: Dr. Astrid Wiik und Dr. Leonhard Hübner (Universität Heidelberg)
  • Politisches Positionieren. Sprachliche und soziale Praktiken
    Organisation: Dr. Mark Dang-Anh (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)
2020
  • Content Meets Structure: Integrating Different Perspectives on Social Networks
    Organisation: Dr. Lydia Repke (Leibniz Institute for the Social Sciences, Mannheim)
2019
  • The Silence of Organizations. How Organizations Cover up Wrongdoings
    Organisation: Dr. Kristina Höly und Dr. Sebastian Starystach (Max-Weber-Institut für Soziologie, Universität Heidelberg)
  • Change and Transformation of Premodern Credit Markets: The Importance of Small-Scale Credits
    Organisation: Mag. Stephan Köhler (Universität Mannheim)
  • Interdisciplinary Multi-Species Biacoustics Workshop
    Organisation: Dr. Barbara Klump, Dr. Nora Carlson, Dr. Jens Koblitz (Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell)
2016
  • Freiheit und Verantwortung - Verfassung und Menschenrechte in Ungarn und in Deutschland im Wandel der Zeit
    Organisation: Dr. Fruzsina Molnár-Gábor (Universität Heidelberg)
2015
  • Baltisch-deutsche Kulturbeziehungen vom 16. bis 19. Jahrhundert. Medien – Institutionen – Akteure. (Teilkonferenz II: Zwischen Aufklärung und nationalem Erwachen)
  • In Kooperation mit der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften: Social Dimensions of Food in the Prehistory of the Eastern Balkans and Neighbouring Areas
2014
  • Baltisch-deutsche Kulturbeziehungen vom 16. bis 19. Jahrhundert. Medien – Institutionen – Akteure. (Teilkonferenz I: Zwischen Reformation und Aufklärung)
  • In Kooperation mit der Akademie von Athen (Griechische Akademie der Wissenschaften): Gaze, Vision and Visuality in ancient Greek Literature. Concepts and Contexts from Homer to Plutarch
2013
  • In Kooperation mit der Gelehrten Gesellschaft der Tschechischen Republik: Heilige, Helden, Wüteriche. Verflochtene Herrschaftsstile im langen Jahrhundert der Luxemburger
  • Digitale Geoarchäologie - Einsatz neuer Technologien in der interdisziplinären Mensch-Umwelt-Forschung
2012
  • From social altruism to commercial exchange: Gift giving and the "embedded" economy in the ancient world
  • Another Africa? (Post-)Koloniale Afrikaimaginationen in der russischen, polnischen und deutschen Kultur
  • Geschichte(n) des Gulag - Realität und Fiktion
2011
  • Zweischriftigkeit – soziolinguistische und kulturelle Szenarien
2010
  • New Perspectives in Quantum Statistics and Correlations
  • Facing the Multicore-Challenge
2009
  • Linksalternatives Milieu und Neue Soziale Bewegungen in den 1970er Jahren
  • "Neue" Wege in der Medizin: Alternativmedizin - Fluch oder Segen?
2008
  • Ding und Mensch in der Antike. Lebendige Gegenwart – Vergegenwärtigung des Lebendigen
  • Staatlichkeit und Staatswerdung in Spätantike und Früher Neuzeit
2007
  • Wasser – Konfliktstoff des 21. Jahrhunderts. Von der Krisendiagnose bis zum Problemmanagement
  • European Business and Economic Ethics: Diagnosis – Dialogue – Debate
  • Diktaturüberwindung in Europa: Neue nationale und transnationale Perspektiven
Die Antragsberechtigten

Bei einer Antragstellung müssen Sie:

  • promoviert sein. Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausschließlich in einer frühen wissenschaftlichen Karrierephase nach der Promotion. Familienphasen werden in der Begutachtung berücksichtigt. An der Akademie bereits angebundene Forschende sind von der Antragstellung ausgeschlossen.
  • an einer Forschungsinstitution in Baden-Württemberg arbeiten,
  • zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht auf eine Lebenszeitprofessur berufen sein. Junior-Professuren und Tenure-Track-Professuren sind antragsberechtigt.
Die Rahmenbedingungen
  • Die Fördersumme beträgt in der Regel je Konferenz max. 11.000 Euro.
  • Bewilligte Mittel müssen innerhalb des jeweiligen Haushaltsjahres ausgegeben werden (auch Publikationskosten). Es können Reisemittel (nach Maßgabe des Landesreisekostengesetzes BW), Sachmittel (bspw. Konferenzmaterial, Einladungen) und Mittel für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte beantragt werden, jedoch kein wissenschaftliches Personal oder Vortragshonorare für Referent:innen.
  • Im Rahmen des Budgets kann eine Kostenstelle zur Publikation der Tagung beantragt werden. Es werden ausschließlich Open Access-Publikationen gefördert.
  • Die Tagung soll vorzugsweise in den Räumen der Akademie durchgeführt werden. Für die Benutzung der Räume fallen keine Kosten an. Der Hörsaal der Akademie ist für bis zu ca. 60 Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer ausgerichtet.
  • Werden die Räume der Akademie genutzt, sollten nicht mehr als vier Konferenztage vorgesehen werden. Die Tagung kann nicht über ein Wochenende geplant werden. Bei der Beantragung ist die Angabe eines gewünschten Zeitraumes ausreichend, eine Abstimmung des Termins mit der Akademie wird im Fall einer Bewilligung vorausgesetzt.
  • Referent:innen, die eingeladen werden sollen, müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht angefragt worden sein.
Die Antragstellung
  • Der Antrag, und somit die Konferenz, muss in sich interdisziplinär angelegt sein. Im Rahmen des Antrags muss dargelegt werden, welches Thema behandelt werden soll und wie dies nur durch eine interdisziplinär ausgerichtete Konferenz möglich ist. Neben der inhaltlichen Beschreibung muss im Anhang ein Konferenzplan vorgelegt werden. Referierende, die eingeladen werden sollen, müssen angeführt, aber noch nicht angefragt sein.
  • Der Antrag darf nicht mehr als fünf Seiten umfassen. Zusätzlich muss ein Finanzierungsplan (max. 1 Seite) und ein Lebenslauf mit Publikationsliste (max. 2 Seite pro Person) eingereicht werden. [Times New Roman 12pt, Zeilenabstand 1,15].
  • Herr Georg Wolff steht Ihnen für Fragen zu den Ausschreibungen zur Verfügung. Bitte richten Sie entsprechende Anfragen unter dem Betreff „WIN-Konferenzen“ an hadw@hadw-bw.de (Email-Link).