Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens

Laufzeit: 2010 bis 2022

Nachdem im Jahre 332 v. Chr. Alexander der Große Ägypten erobert und 306 v. Chr. sein ehemaliger General Ptolemaios die Dynastie der Ptolemäer begründet hatte, setzte überall im Land ein gewaltiges Tempelbauprogramm ein, dessen Wurzeln vielleicht schon in die 30. Dynastie (380–342 v. Chr.) zurückreichen und das bis in das dritte nachchristliche Jahrhundert andauern sollte.

Die wegen ihres erweiterten und zudem speziellen Hieroglyphensystems bisweilen schwierigen Inschriften dieser späten Tempel enthalten umfangreiche, vielfältige und nicht selten einzigartige Informationen über Kult- und Festgeschehen, über die religiöse Topographie des Nillandes, Mythen und Göttergruppen, Baugeschichte und Raumfunktionen und werden deshalb von manchen Ägyptologen zu Recht als „Bibliotheken aus Stein“ bezeichnet.

Neben zahlreichen wünschenswerten Studien zu Einzelthemen fehlte bislang insbesondere ein systematischer Gesamtüberblick zu Kerninhalten, interner Vernetzung, Gestaltungsmustern sowie überlieferungsgeschichtlichen Problemen der bis ins Detail durchkomponierten ptolemäisch-römischen Tempeldekoration. Dieses Desiderat durch eine schrittweise auf Vollständigkeit ausgelegte inhaltliche und strukturelle Erschließung der griechisch-römischen Tempelinschriften zu beheben, war ein wesentliches Ziel des Heidelberger Akademieprojektes. Damit verknüpft war die Frage, ob die Tempel einen verbindlichen Bestand an Textgattungen erkennen lassen, der für die ägyptische Religion eine Art Kanon bildet.

Obgleich sich das Projekt vordringlich mit den ptolemäischen und römischen Tempeltexten beschäftigte, kam ihm mit dieser Aufgabe eine Brückenfunktion zu den anderen Bereichen der Ägyptologie zu: Die Analyse der Texttradition trug dazu bei, diese Tempeltexte weit mehr als dies bislang der Fall ist, in das Fach zu integrieren und von einem speziellen zu einem selbstverständlichen Gebiet der Ägyptologie zu machen. Die Arbeit der Forschungsstelle konnte zum 31.12.2022 erfolgreich abgeschlossen werden.

Griechisch-römische Tempel Ägyptens: „Bibliotheken aus Stein“

Nachdem im Jahre 332 v. Chr. Alexander der Große Ägypten erobert und 306 v. Chr. sein ehemaliger General Ptole­maios die Dynastie der Ptolemäer begründet hatte, setzte überall im Land ein gewaltiges Tempelbauprogramm ein, dessen Wurzeln vielleicht schon in die 30. Dynastie (380–342 v. Chr.) zurückreichen und das bis in das dritte nach­christliche Jahrhundert an­dauern sollte. Während die pharaonischen Heiligtümer Ägyptens (spätes drittes Jahrtausend bis etwa Mitte drittes Jahrhundert v. Chr.) vergleichsweise knapp gehaltene religiöse Texte aufweisen, versah man nun Tempel, Kapellen und Torbauten in einem bis dahin nicht gekannten Maße mit Hieroglypheninschriften von teilweise beachtlicher Länge.

In den ptolemäisch-römischen Tempeln Ägyptens wurde jedoch nicht nur eine erheblich größere Textmenge in das Dekorationsprogramm integriert, auch die Schrift selbst erfuhr eine signifikante Bereicherung ihres Zeichenbestandes; Schätzungen gehen von einer nunmehr doppelt so hohen Zahl von Hieroglyphen aus. Die wegen ihres erweiterten und zudem speziellen Hieroglyphensystems bisweilen schwierigen spä­ten Tem­pelin­schrif­ten enthalten umfangreiche, vielfältige und nicht selten einzigartige Informationen über Kult- und Fest­geschehen, über die religiöse Topographie des Nillandes, Mythen und Göt­tergruppen, Baugeschichte und Raum­funktionen und werden deshalb von manchen Ägyptologen zu Recht als „Bibliotheken aus Stein“ bezeichnet.

Die Gründe für die seit der Ptolemäerherrschaft geradezu exzessive Ausschmückung der Tempel liegen im Dunkeln. Möglicherweise initiierte die Erfahrung von Jahrhunderte währender politischer Unsicherheit und Fremdherrschaft eine neue Auseinandersetzung mit den in der Tempelbibliothek archivierten Inhalten der eigenen religiösen Tradition und weckte den Wunsch, dieses theologische Gedankengut möglichst umfangreich in Stein zu sichern. Auch mögen geistesgeschichtliche Veränderungen eine Rolle gespielt haben: Ein von den kulturell griechisch geprägten Ptolemäern im Niltal mit neuen Impulsen belebtes „Bibliothekswesen“ könnte auch in den Tempeln dazu geführt haben, zentrale Texte der dortigen Bibliotheken neu zu kodifizieren und auf die Wände der Heiligtümer zu übertragen. Unabhängig vom „Warum“ zeugen die immensen Inschriftenmengen vom enormen Reichtum an Wissen, auf den die Priesterschaft bei der Ausarbeitung der Tempeldekoration zurückgreifen konnte.

Die bekanntesten Tempelanlagen der Ptolemäer- und Römerzeit und bedeutendsten „Bibliotheken aus Stein“ sind die Kultbauten von Dendara, Esna (Abb. 4–5), Edfu (Abb. 9), Kom Ombo (Abb. 10) und Philae (Abb. 1). Im Textgut dieser Tempel sind einerseits viele gemeinsame oder verwandte Inhalte zu finden, andererseits aber auch solche, die das lokalspezifische theologische Konzept der jeweiligen Heiligtümer ausmachen.

 

Umfang des Materials

Seit Ende des 19. Jahrhunderts sind die oft hervorragend erhaltenen Texte und Darstellungen der griechisch-römischen Heiligtümer systematisch dokumentiert und ganz oder zumindest zu einem Teil veröffentlicht worden, so dass zur Zeit (2010) insgesamt mehr als 13.000 Druckseiten hie­roglyphischer Tempeltexte vorliegen. Trotz dieser beachtlichen editorischen Leistung steht die inhaltliche Erschließung des Corpus noch ganz am Anfang, da sich die Textpublikationen in der Regel auf eine Kopie der Inschriften und Umzeichnung der Reliefszenen beschränken. Nur im Ausnahmefall enthalten sie eine Über­setzung oder einen inhaltlich-analytischen Kommentar. Dieser mangelnden Aufbereitung ist es wohl zuzuschreiben, dass die Tempelinschriften der griechisch-römischen Zeit über den engen Kreis der Spezialisten hinaus bisher nur wenig in der ägyptologischen Forschung rezipiert wurden.

 

Von der Tempelwand zum religiösen Literaturkanon

Neben zahlreichen wünschenswerten Studien zu Einzelthemen fehlt insbesondere ein systematischer Gesamtüberblick zu Kerninhalten, interner Vernetzung, Gestaltungsmustern sowie überlieferungs-geschichtlichen Problemen der bis ins Detail durchkomponierten ptolemäisch-römischen Tempeldekoration. Dieses Desiderat durch eine schritt­wei­se auf Vollständigkeit ausgelegte inhaltliche und strukturelle Erschließung der grie­chisch-rö­mischen Tempelinschriften zu beheben, ist ein wesentliches Ziel des Heidelberger Akademie-Projektes. Damit verknüpft ist die Frage, ob die Tempel einen verbindlichen Bestand an Textgattungen erkennen lassen, der für die ägyptische Religion eine Art Kanon bildet.

Grundvoraussetzung für jedes globale, tempelübergreifende Verständnis der „Bibliotheken aus Stein“ mit ihrem gleichermaßen komplexen wie anspruchsvollen Textbestand ist die präzise Erfassung, Aufschlüsselung und Gattungsanalyse der Einzeltexte. Deren Einteilung nach Kategorien erfolgt anhand gut erhaltener, typischer Beispiele, welche exemplarisch bearbeitet und auf ihre spezifischen Merkmale hin untersucht werden. Ziel des Projektes ist demnach weder die Edition bisher unveröffentlichter Texte noch eine Komplettübersetzung und -kommentierung aller Inschriften, sondern eine grundlegende Einteilung und Aufschlüsselung des kompletten Materials, die anhand ausgewählter Referenzbeispiele belegt und illustriert wird.

Zentrales Instrument der Texterfassung und -klassifizierung ist eine umfassende Datenbank (externer Link), in der erstmals jeder einzelne Tempeltext ausführlich mit Grund- und Metadaten aufgenommen ist:

  • Publikation/Bibliographie
  • Datierung
  • Anbringungsort
  • korrespondierende Texte und Parallelen
  • Textgattung
  • inhaltliche, sprachliche, graphische, redaktionelle Merkmale

 

Der Tempel als Textgebäude

Für das Gesamtverständnis der griechisch-römischen Tempeltexte ist nicht nur die Auswertung der zuvor definierten und kategorisierten Textgattungen eine essentielle Voraussetzung, sondern ebenso die Analyse der Wechselbeziehungen zwischen Text und Architektur. Da für den Ägypter das geschriebene Wort nicht nur Informationsträger war, sondern wirklichkeitssetzende Kraft besaß, kam den Inschriften an den Tempelwänden der Status von aktiven Trägern und Unterstützern der Kultfunktion des Tempels und seiner einzelnen Bestandteile zu; das Gerüst der ägyptischen Theologie mit seinen komplexen inneren Verbindungslinien wird hierbei auf das Gefüge der Architektur übertragen. Eine Untersuchung der Texte muß daher stets berücksichtigen, wo diese angebracht sind, wie sie räumlich in Beziehung zueinander stehen und welche Rückschlüsse sich daraus auf die Text- und Raumfunktion ziehen lassen. Im Rahmen des Akademie-Projektes mit seiner Zielsetzung, die Gestaltungs- und Verwendungsmuster der Tempeltexte im Detail herauszuarbeiten, ist dabei eine der Leitfragen, ob bestimmte Texte für bestimmte Architekturteile (Türpfosten, Türlaibungen, Architrave usw.) typisch sind und welche gegebenenfalls die verbindenden inhaltlich-funktionalen Elemente dieser Inschriften sind. Die Wechselbeziehungen zwischen den auf unterschiedlichen Bauteilen des Tempels angebrachten Inschriften, welche das Heiligtum in ein vielschichtiges Textgebäude verwandeln, treten dabei erst nach einer kombinierten Betrachtung von Textgattung und Textposition sichtbar hervor.

 

Textschmieden zwischen Tradition und Innovation

Die ungeheure Textfülle auf den Wänden der ptolemäisch-römischen Tempel markiert das Ende einer Jahrtausende alten Tradition ägyptischer religiöser Literatur. Auch wenn an Einzelbeispielen bereits die Kreativität und das hohe intellektuelle Niveau der priesterlichen Redakteure dieser Zeit aufgezeigt werden konnte, ist für den Großteil der Inschriften nicht geklärt, inwieweit man welche älteren Texte für deren Ausarbeitung herangezogen hat.

Besonderes Augenmerk verdient bei der Untersuchung dieser Frage das „Wie“, d.h. die philologische und graphische (Neu)formung religiöser Traditionen: Neben der Stilistik spielen hierbei auch die Glossierung und Kommentierung, Textverkürzung und -erweiterung, altägyptische Begriffsausdeutung (Etymologien/Ätiologien) und die symbolische bzw. allegorische Verwendung der Hieroglyphen über den Charakter als Schriftzeichen hinaus eine Rolle. Obgleich sich das Projekt vordringlich mit den ptolemäischen und römischen Tempeltexten beschäftigt, kommt ihm mit dieser Aufgabe eine Brückenfunktion zu den anderen Bereichen der Ägyptologie zu: Die Analyse der Texttradition wird dazu beitragen, diese Tempeltexte weit mehr als dies bislang der Fall ist, in das Fach zu integrieren und von einem speziellen zu einem selbstverständlichen Gebiet der Ägyptologie zu machen.

 

Datenbank der Tempeltexte

Die Datenbank des Projektes ist im Internet frei verfügbar.

Zur Datenbank (externer Link)

Forschungsstellenleiter

Prof. Dr. Christian Leitz (externer Link)

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

Mitglieder der projektbegleitenden  Kommission
  • Prof. Dr. Jan Assmann (Heidelberg)
  • PD Dr. Dagmar Budde (Mainz)
  • Prof. Dr. Tonio Hölscher (Heidelberg)
  • Prof. Dr. Helmut Kipphan (Karlsruhe/Heidelberg)
  • Prof. Dr. Lothar Ledderose (Heidelberg)
  • Prof. Dr. Stefan Maul (Heidelberg), stellv. Vorsitzender
  • Prof. Dr. Martina Minas-Nerpel (Trier)
  • Prof. Dr. Joachim Friedrich Quack (Heidelberg), Vorsitzender
  • Prof. Dr. Kim Ryholt (Kopenhagen)
  • Prof. Dr. Claude Traunecker (Strasbourg)

 

Monographien
  • A. Rickert, Gottheit und Gabe: Eine ökonomische Prozession im Soubassement des Opettempels von Karnak und ihre Parallele in Kôm Ombo, SSR 4, Harrassowitz, Wiesbaden 2011.
  • Chr. Leitz, Geographisch-osirianische Prozessionen aus Philae, Dendara und Athribis. Soubassementstudien II, SSR 8, Harrassowitz, Wiesbaden 2012.
  • Chr. Leitz, Die Gaumonographien in Edfu und ihre Papyrusvarianten. Ein überregionaler Kanon kultischen Wissens im spätzeitlichen Ägypten. Soubassementstudien III, SSR 9, Harrassowitz, Wiesbaden 2014.
  • H. Kockelmann/A. Rickert, Von Meroe bis Indien. Fremdvölkerlis­ten und nubische Gabenträger in den griechisch-römischen Tempeln, Soubassementstudien V, SSR 12, Harrassowitz, Wiesbaden 2015.
  • Chr. Leitz, Die regionale Mythologie Ägyptens nach Ausweis der geographischen Prozessionen Ägyptens in den späten Tempeln, Soubassementstudien IV, SSR 10, Harrassowitz, Wiesbaden 2017.
  • B. Ventker, Garanten der Herrschaft, Die Prozessionen der Kas und Hemusut in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien VI, SSR 18, Harrassowitz, Wiesbaden 2018.
  • S. Baumann, Schatzkammern, Ihre Dekoration und Raumkonzeption in ägyptischen Tempeln der griechisch-römischen Zeit, SSR 19, Harrassowitz, Wiesbaden 2018.
  • A. Rickert, Das Horn des Steinbocks, Die Treppen und der Dachkiosk in Dendara als Quellen zum Neujahrsfest, SSR 23, Wiesbaden 2019.
  • C. Leitz/F. Löffler, Chnum, der Herr der Töpferscheibe, Altägyptische Embryologie nach Ausweis der Esnatexte, Das Ritual "Darbringen der Töpferscheibe", SSR 26, Wiesbaden 2019.
  • J. Tattko, Türinschriften im Naos des Hathortempels von Dendara, Eine Studie zu Stilistik und Theologie in ägyptischen Tempeltexten der griechisch-römischen Zeit, SSR 27, Wiesbaden 2019.
  • C. Leitz, Chronokraten und Ritualszenen, Untersuchungen zu Wechselbeziehungen zwischen Kalenderdaten, Anbringungsorten und Opfergaben, SSR 32, Wiesbaden 2021.
  • M. Kühnemund, Die rituelle Reinheit in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, SSR 34, Wiesbaden 2021.

 

Sammelschriften
  • D. v. Recklinghausen/M. A. Stadler (Hgg.), KultOrte. Mythen, Wissenschaft und Alltag in den Tempeln Ägyptens, Begleitband zur Ausstellung Würzburg/Tübingen, Manetho Verlag, Berlin 2011.
  • A. Rickert/B. Ventker (Hgg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien 1, SSR 7, Harrassowitz, Wiesbaden 2014.
  • S. Baumann/H. Kockelmann (Hgg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.-12. Juni 2015, SSR 17, Harrassowitz, Wiesbaden 2017.
  • A. Ashmawy/D. Raue/D. v. Recklinghausen (Hgg.), Von Elephantine bis zu den Küsten des Meeres, Die Kulttopographie Ägyptens nach den Gauprozessionen der Spätzeit und der frühptolemäischen Epoche, SSR 24, Wiesbaden 2019.

 

Aufsätze
  • Bibliotheken aus Stein. Ein neues Projekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Göttinger Miszellen 227, 2010, 5-7. F.
  • S. Baumann, Die Beschreibung der Nilflut in der Nilkammer von Edfu, in: ZÄS 139, 2012, 1–18.
  • H. Kockelmann, Zur Kultpraxis auf Philae. Aussagen der Tempeldekoration und dokumentarischer Befund im Vergleich, in: H. Beinlich (Hg.), 9. Ägyptologische Tempeltagung: Kultabbildung und Kultrealität, Hamburg, 27. September – 1. Oktober 2011, KSG 3.4, Wiesbaden 2013, 97–127.
  • S. Baumann, Der saisonale Aspekt der Ressortgötter in der Opferein­gangs­kammer von Edfu, in: Studien zur altägyptischen Kultur 42, 2013, 37–57.
  • D. von Recklinghausen, Zwei originelle Bezeichnungen für Ober- und Unterägypten im Tempel von Tôd, in: Chr. Thiers (Hg.), Documents de Théologies Thébaines Tardives (D3T 2), CENiM 8, Montpellier 2013, 111–129.
  • S. Baumann, Die Prozessionen personifizierter Bergwerksregionen, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 329–336.
  • S. Baumann, Die thematische Untergliederung der Soubassements und deren Kartierung (mit Plänen I-XXXIV): in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 1047–1057.
  • E. Jambon, Les soubassements de l’intérieur du mur d’enceinte d’Edfou. Réflexions préliminaires autour de la notion de “canon” dans les temples ptolémaïques et romains, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 793–818.
  • H. Kockelmann, Zu den Fremdvölkerlisten in den Soubassements der griechisch-römischen Tempel: Onomastika und Instrumente der rituellen Feindvernichtung, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 301–319.
  • H. Kockelmann, Das Soubassement der griechisch-römischen Tempel als Ort hymnischer Rede. Ein Überblick, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Sou­basse­ments in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 539–606.
  • C. Leitz, Geographische Soubassementtexte aus griechisch-römischer Zeit: Eine Hauptquelle altägyptischer Kulttopographie, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Sou­basse­ments in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 69–126.
  • C. Leitz, Aromatische Substanzen, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Sou­basse­ments in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 483–516.
  • C. Leitz, Altägyptische Enzyklopädien, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Sou­basse­ments in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 1017–1045.
  • D. Mendel-Leitz, Die Soubassements der Säulen im Tempel von Athribis, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 819-839.
  • D. von Recklinghausen, Monographien in den Soubassements, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien I, SSR 7, Wiesba­den 2014, 29–50.
  • D. von Recklinghausen, Die sogenannten Zusatzgaue – Ein Überblick, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien I, SSR 7, Wiesba­den 2014, 127–151.
  • D. von Recklinghausen, Hapi und die Ptolemäer, in: ENiM – Égypte Nilotique et Méditerranéenne 7, 2014, 229–238 (online: recherche.univ-montp3.fr/egyptologie/enim/).
  • A. Rickert, Festkalender im Soubassement, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyp­tische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 528–437.
  • A. Rickert, Die ökonomischen Prozessionen im Überblick, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der grie­chisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 337–360.
  • A. Rickert, Die Prozessionen nubischer Städte und Regionen in Philae: Ein Vorbericht, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubasse­ments in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Soubassementstudien I, SSR 7, Wiesbaden 2014, 321–327.
  • J. Tattko, Die hydrologischen Prozessionen – Verkörperungen einzelner Aspekte der Nilflut und des Fruchtlands in den Soubassements der Tempel der griechisch-römischen Zeit, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien I, SSR 7, Wiesba­den 2014, 361–440.
  • J. Tattko,  Quellenübersicht zu den mr-Kanälen, ww- und pHw-Gebieten, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien I, SSR 7, Wiesba­den 2014, 153–223.
  • B. Ventker, Nahrung – Herrschaft – Schutz: Kas und Hemusut in den Soubassements, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien I, SSR 7, Wiesba­den 2014, 441–463.
  • B. Ventker, Priesterprozessionen im Soubassement, in: A. Rickert/B. Ventker (Hg.), Altägyptische Enzyklopädien. Die Soubassements in den Tempeln der griechisch-römischen Zeit, Sou­bassementstudien I, SSR 7, Wiesba­den 2014, 685–715.
  • S. Baumann, A Newly Discovered Edifice of Atum in Akhmim. Part of the Necropolis of the Primeval Gods? (zusammen mit G. Abdel Nasser und C. Leitz), in: ENIM 8, 2015, 187–221.
  • S. Baummann, A New Doorway for Atum in Akhmim (zusammen mit G. Abdel Nasser und C. Leitz), in: EA 47, 2015, 3–6.
  • S. Baumann, Fiktion und Wirklichkeit - Schatz- und Geheimkammern in ägyptischen Tempeln, in: Antike Welt 4/2015, 47–55.
  • D. von Recklinghausen, The decoration of the temple of Amun (online: www.britishmuseum.org/naukratis [Naukratis: The Greeks in Egypt], Januar 2015).
  • H. Kockelmann, Wem gehören die Götter? Die Verwurzelung ägyptischer Kulte zwischen mythischer Norm und lokaler Exegese“, in: M. Ullmann (Hg.), 10. Ägyptologische Tempeltagung: ägyptische Tempel zwischen Normierung und Individualität. München, 29.-31. Au­gust 2014. Königtum, Staat und Gesellschaft früher Hochkulturen 3 (5); Akten der ägyptologischen Tempeltagungen, Wiesbaden 2016, 81–97.
  • S. Baumann, Der Tempel als Haus Gottes: Bemerkungen zu Raumstruktur und Raumfunktion in ägyptischen Tempeln, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.–12. Juni 2015, Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 17–38.
  • E. Jambon, La présentation du bouquet monté (ms ms). Première approche d’un rite d’époque gréco-romaine, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.–12. Juni 2015, Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 351–388.
  • H. Kockelmann, Apotropäische Texte und Bilder der Türdekoration in den griechisch-römischen Tempeln Ägyptens: zum Schutz der Zugänge des Kultbaus und seiner Räume, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum: Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension. Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.-12. Juni 2015. Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 177–196.
  • C. Leitz, Raumbezeichnungen in Athribis, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.–12. Juni 2015, Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 83–106.
  •  
  • F. Löffler, Der „Thron der Götter“ im Tempel von Edfu – ein Überblick, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.–12. Juni 2015, Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 307–349.
  • D. von Recklinghausen, Die „ortsfremden“ Götter im Tempel von Esna. Eine Untersuchung über ihre rituelle Bedeutung in der Tempeldekoration, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.–12. Juni 2015, Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 537–563.
  • A. Rickert, Stufe um Stufe: Ein Vergleich der Treppen auf das Dach in den Naoi der Tempel der Spätzeit und der griechisch-römischen Zeit, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension. Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 9.–12. Juni 2015. Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 39–82.
  • J. Tattko, Der Sanktuarumgang und seine Kapellen in Edfu – Bemerkungen zur Dekoration der Türdurchgänge, in: S. Baumann/H. Kockelmann (Hg.), Der ägyptische Tempel als ritueller Raum. Theologie und Kult in ihrer architektonischen und ideellen Dimension, Akten der internationalen Tagung, Haus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 9.–12. Juni 2015, Unter Mitarbeit von Emmanuel Jambon, SSR 17, Wiesbaden 2017, 83–106.
  • F. Löffler, Die öffentliche Datenbank des Forschungsprojektes "Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens - Vorstellung und Bedienungsanleitung. Göttinger Miszellen 252, 2017, 153ff.
  • A. Rickert, Levure et lapis-lazuli. Naissance et développement du génie économique Hésa, in: M.-L. Arnette, Religion et alimentation en Égypte et Orient anciens, RAPH 43, Kairo 2019, 235-273.

 

Anschrift:

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlstraße 4
69117 Heidelberg

HAdW@hadw-bw.de

 

Weitere Forschungsprojekte

Forschungsstellen

Weltkarte der tektonischen Spannungen World Stress Map (Karlsruhe)


Der Forschungsschwerpunkt des Projektes lag in der Interpretation und numerischer Simulation der Spannungsdaten im Hinblick auf Spannungsquellen sowie regionalen und lokalen Spannungsfeldern.

Forschungsstellen

Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens


Hauptziel des Projektes war es, eine Definition dessen zu finden, was das Wesen eines ägyptischen Tempels in griechisch-römischer Zeit ausmacht. Hierzu wurden erstmals die grundsätzlichen Textgattungen, die in den späten Tempeln zu finden sind, über eine detaillierte Form-, Motiv-, Struktur- und Inhaltsanalyse herausgearbeitet.