Archäometrie

Laufzeit: 1986 bis 2006

Die Forschungsstelle befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung naturwissenschaftlicher Untersuchungsverfahren für archäologisch-kulturhistorische Themen mit den Arbeitsschwerpunkten physikalische Datierung und holozäne Landschaftsrekonstruktion. Mit Lumineszenz lassen sich an gebrannten Artefakten der Erhitzungszeitpunkt sowie an Sedimenten das Ablagerungsalter bestimmen. Dies erlaubt die Datierung von Keramik, Ziegeln, Öfen, Feuerstellen, Archäosedimenten, kontinentalen Quartärsedimenten, vulkanischen Aschelagen und Sinterkalken.

Insbesondere besitzt die Datierung der letzten Belichtung von Gesteinsoberflächen ein weites archäologisches Anwendungspotential. Die Anwendungsspanne reicht vom Paläolithikum bis ins Mittelalter. Die Altersbestimmung von Sedimenten ermöglicht – unter Einbeziehung geowissenschaftlicher und archäologischer Verfahren – die Landschaftsrekonstruktion um alte Siedlungsplätze. Menschliche Eingriffe in das Ökosystem – insbesondere in Form von Bodenerosion – seit Beginn der produzierenden Wirtschaftsweise im Neolithikum lassen sich zeitlich aufgelöst quantifizieren und mit der kulturellen Entwicklung in Beziehung setzen. Beispiele dafür sind Landschaften in Südwestdeutschland und im ägäischen Raum.

 

Vorsitzender der Kommission:

Prof. Dr. Dr. h.c. Egon Althaus

Forschungsstellenleiter:

Prof. Dr. Günther A. Wagner

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
  • Priv. Doz. Dr. U.A. Glasmacher
  • Dr. S. Greilich
  • Dr. A. Kadereit
  • Dr. C. Woda
  • C. Eichstädter
  • S. Lindauer
  • K. Carriere

 

Weitere Forschungsprojekte

Forschungsstellen

Weltkarte der tektonischen Spannungen World Stress Map (Karlsruhe)


Der Forschungsschwerpunkt des Projektes lag in der Interpretation und numerischer Simulation der Spannungsdaten im Hinblick auf Spannungsquellen sowie regionalen und lokalen Spannungsfeldern.

Forschungsstellen

Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens


Hauptziel des Projektes war es, eine Definition dessen zu finden, was das Wesen eines ägyptischen Tempels in griechisch-römischer Zeit ausmacht. Hierzu wurden erstmals die grundsätzlichen Textgattungen, die in den späten Tempeln zu finden sind, über eine detaillierte Form-, Motiv-, Struktur- und Inhaltsanalyse herausgearbeitet.