Projektbeschreibung

Wie erleben wir unseren Körper und unser Selbst in außergewöhnlichen Situationen? Warum können augenscheinlich ähnliche Veränderungen einmal als bereichernd und ein anderes Mal als belastend oder sogar krankhaft empfunden werden?

Das IDEE Projekt untersucht sogenannte (Dis-)Embodiment-Erfahrungen – Momente, in denen sich das gewohnte Körper- und Selbsterleben verändert. Solche Erfahrungen treten beispielsweise bei Meditation, Flow, intensiver Mediennutzung oder auch im Zusammenhang mit Depressionen, Angst- oder Essstörungen auf.

Wir bringen Perspektiven aus Psychosomatik, Linguistik, Philosophie und Neurowissenschaften zusammen, um diese Erfahrungen besser zu verstehen. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen positiven und belastenden Formen veränderten Körpererlebens zu identifizieren und ein neues, integratives Verständnis dieser Phänomene zu entwickeln.

Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, psychische Gesundheit besser zu verstehen, Potenziale für Wohlbefinden und persönliche Entwicklung aufzuzeigen sowie zukünftige Mensch-Technik-Interaktionen verantwortungsvoll zu gestalten.

Veranstaltungen

Workshopankündigung: 

From Life to Mind – The Return of Hylemorphism in the Embodied Cognition 

Die Tagung findet vom 2. bis 3. September 2026 an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften statt.

Can the ancient doctrine of form and matter illuminate the contemporary science of embodied, enactive minds?

Der Workshop widmet sich der Frage, inwiefern die antike philosophische Lehre des Hylemorphismus – die Auffassung, dass Lebewesen aus dem Zusammenspiel von Form und Materie verstanden werden können – neue Perspektiven für aktuelle Ansätze der Philosophie des Geistes und der Kognitionswissenschaft eröffnet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie hylemorphe Modelle dazu beitragen können, verkörperte (embodied) und enaktive (enactive) Formen des Geistes theoretisch besser zu erfassen.

Internationale Wissenschaftler*innen aus Philosophie und Kognitionswissenschaft diskutieren dabei die Anschlussfähigkeit antiker Konzepte an gegenwärtige Debatten über Leben, Geist, Körperlichkeit und Bewusstsein.

Mit Beiträgen von: Oliver Casper, Klaus Corcilius, Anna Marmodoro, Erasmus Mayr, Gustav Melichar, Tobias Schlicht, Simon Schüz, Vanessa Triviño, Barbara Vetter

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an:
https://rptu-anmeldungen.procampus.de/de/registration-for-from-life-to-mind-the-return-of-hylemorphism-in-the-embodied-mind

 

Mikrophänomenologie Workshop: Im April und Mai 2026 führten PD Dr. Prisca Bauer und Dr. Fynn-Mathis Trautwein einen 20-stündigen online Workshop durch, der die Teilnehmenden in die Interviewmethode der Mikrophänomenologie einführte.

 

Wir planen mit einer Projekt-Konferenz Mitte 2027, weitere Infos folgen hier auf dieser Homepage