Buchpräsentation: Stadtrechte und Stadtrechtsreformationen

Stadtrechte und Stadtrechtsreformationen
Hybridveranstaltung

6. Dezember 2021

Hybridveranstaltung

Ort: Hörsaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und digital via Zoom

Beginn:  15.00 Uhr (um 14:30 Uhr Vorstellung eines anderen Buches, s.u.)

Hinweis: Die Teilnahme in Präsenz ist möglich, sofern Sie gegen Corona geimpft oder davon genesen sind UND einen negativen Text (nicht älter als 24 Stunden) nachweisen (2G+). (Weitere Änderungen der Corona-Bestimmungen vorbehalten!).

Der Eintritt ist frei, jedoch ist eine Voranmeldung erforderlich (per E-Mail über folgende Adresse:  drw@hadw-bw.de).
Auch wenn Sie sich online zuschalten wollen, bitten wir um eine kurze Mitteilung an die genannte Adresse – wir senden Ihnen dann den Link für „Zoom“ zu. .


Mit der „Newen Reformacion“ der Reichsstadt Nürnberg (1479) beginnt die bis ins 17. Jahrhundert reichende Epoche der ,Stadtrechtsreformationen‘. Mit diesen modernisierten Stadtrechten, die fast wie Vorläufer heutiger Kodifikationen wirken, suchten die selbstbewussten Magistrate ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren und nutzten hierzu den aufblühenden Buchdruck. Namhafte Künstler wie Albrecht Dürer, Hans Holbein oder Jost Amman wurden mit der druckgraphischen Gestaltung betraut. Von am römischen Recht geschulten Juristen geprägt, sind die Stadtrechtsreformationen systematischer als ihre Vorläufer. Sie enthalten aber oft weniger römisches Recht, als zu erwarten wäre.

Der Band porträtiert diese Quellengattung und liefert – in dieser Form erstmalig – Kriterien für ihre Abgrenzung. Um ein klares Bild auch im Unterschied zum älteren Recht zu gewinnen, werden nach einführenden Beiträgen zunächst einzelne mittelalterliche Stadtrechte vorgestellt. Dann folgen Beschreibungen der wichtigen Stadtrechtsreformationen und Beispiele gescheiterter Reformationen – auch mit Blick über den deutschsprachigen Raum hinaus. Der Band enthält außer einer ausführlichen Einführung in die Thematik durch den Herausgeber Beiträge von Gerhard Köbler, Gerhard Dilcher, Arend Mihm, Bernd Kannowski, Katalin Gönczi, Dieter Pötschke, Almuth Bedenbender, Manshu Ide, J. Friedrich Battenberg, Heike Hawicks, Wendt Nassall, Klaus-Peter Schroeder, Johannes Laschinger, Anja Amend-Traut, Petr Kreuz, Sonja Breustedt, Christoph Becker und Stephan Dusil.

Andreas Deutsch (Hg.), Stadtrechte und Stadtrechtsreformationen (Akademiekonferenzen 32; Schriftenreihe des Deutschen Rechtswörterbuchs), 681 Seiten, ca. 50 Abbildungen, Preis: 68,00 € - 978-3-8253-4898-4, Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2021.

Weitere Informationen fiinden Sie auf der Verlagsseite: https://www.winter-verlag.de/de/detail/978-3-8253-4898-4/Deutsch_Hg_Stadtrechtsreformationen/

Vor Beginn der Präsentation des genannten Bandes wird ab 14.30 Uhr eine weitere Neuerscheinung vorgestellt: Klaus-Peter Schroeder, Die Heidelberger Universität auf dem Weg in das „Dritte Reich“: Arnold Paul Ruge, Philipp Lenard – Emil Julius Gumbel, 169 Seiten, mehrere Abbildungen, Preis: 39,90 € - ISBN 978-3-948083-37-3, Heidelberg: heiBOOKS, 2021.

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