Zwischen Tempel und Tierfriedhof – Altägyptische Krokodilgötter-Kulte

 Darstellung der Gottheit Sobek
"WIR FORSCHEN. FÜR SIE." [Teil 1]

***ACHTUNG: TERMIN MUSS AUFGRUND DER AKTUELLEN LAGE UND DER CORONA-VERORDNUNG DER LANDESREGIERUNG VERSCHOBEN WERDEN***

17. Juni 2020

Vortrag: PD Dr. Holger Kockelmann (Tübingen)

Ort: Vortragssaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Beginn: 18:15

 

Sobek zählt zweifelsfrei zu den charakteristischsten und am längsten belegten ägyptischen Gottheiten. Seinem Krokodilwesen nach steht er in besonders enger Beziehung zur Sphäre des Wassers, ein Merkmal, aus dem sich viele seiner theologischen Aspekte ableiten: solarer Ur- und Schöpfergott, Spender von Fruchtbarkeit, Garant von Regeneration.

Der Vortrag stellt die zentralen Elemente und Entwicklungen der Sobek-Theologie vor, mit einem Überblick zur Kulttopographie des Gottes und seiner zahlreichen Lokalformen. Wie sich zeigen wird, ist „Sobek als Träger der Verjüngung“ ein Kernthema, das überall in den Sobek-Kultorten begegnet und überregional vergleichbare Spuren in den materiellen Zeugnissen der Kulte hinterlassen hat. Besonderes Augenmerk liegt auf der rituellen Praxis in den Sobek-Heiligtümern, vor allem auf der Frage, welche Rolle dort der Tierkult mit lebenden Krokodilen und Krokodilmumien spielte.

Zur Person: PD Dr. Holger Kockelmann studierte Ägyptologie, Papyrologie und Klassische Archäologie an den Universitäten Trier, Oxford und Bonn. Seit 2010 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle „Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens“ (Tübingen) und widmet sich den Inhalten und Normen altägyptischer Tempeldekoration.

 

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