Von Naturstoffen bis Neutronensternen – Heidelberger Akademie der Wissenschaften verleiht Preise für wegweisende Forschung in Baden-Württemberg

Mit einem Gesamtwert der gestifteten Preise von 85.000 Euro werden acht herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre innovative Forschungsleistungen aus Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften gewürdigt.

Für geladene Gäste

Am 19. Juni 2026 werden sich die diesjährigen acht Preisträgerinnen und Preisträger vorstellen und Ihre ausgezeichneten Arbeiten präsentieren. Verliehen werden die Preise im festlichen Rahmen bei der Jahresfeier, die einen Tag später stattfindet.

TT-Prof. Dr. Lena Barra aus Konstanz erhält den Akademiepreis für ihre Arbeit Non-Canonical C16 Homoterpene Biosynthesis Widespread in Actinobacteria. Dr. Anna Rosławska aus Stuttgart wird mit dem Karl-Freudenberg-Preis für ihre Arbeit Submolecular-scale control of phototautomerization ausgezeichnet. In diesem Jahr wird die Empirische Kulturwissenschaftlerin Dr. Hannah Kanz (Universität Freiburg) mit dem Walter-Witzenmann-Preis für ihre Dissertation Offline-Sein. Eine Ethnographie von Praktiken der Entnetzung ausgezeichnet. TT-Prof. Dr. Benjamin Schäfer aus Karlsruhe wird mit dem Ökologiepreis der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung ausgezeichnet. Er arbeitet daran, die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes durch transparente, erklärbare KI Methoden zu erhöhen. Der Titel seiner Arbeit lautet Data-driven load profiles and the dynamics of residential electricity consumption. PD Dr. Christian A. Neumann aus Heidelberg, der mit dem Manfred-Fuchs-Preis für seine interdisziplinären Arbeiten an der Schnittstelle von Geschichts- und Lebenswissenschaften (Gerontomediävistik) ausgezeichnet wird, beschäftigt sich mit dem Thema Alter und Altern mittelalterlicher Herrscher. Dr. Franziska Hentzschel, ebenfalls aus Heidelberg, wird für ihre Forschung zur Verhinderung der Vermehrung des Malaria-Erregers mit dem Otto-Schmeil-Preis ausgezeichnet. Der Manfred-Lautenschläger-Preis geht an Joey Rauschenberger M.A. für seine Dissertation mit dem Titel Wiedergutmachung für Sinti und Roma: eine Praxisgeschichte der Entschädigung von NS-Unrecht in Baden-Württemberg 1945–1980. Er arbeitet ebenfalls an der Universität Heidelberg. Für seine Arbeit zur Gravitationswellenastronomie mit dem titel Real-time inference for binary neutron star mergers using machine learning, wird Dr. Maximilian Dax aus Tübingen mit dem Hector Stiftung-Preis geehrt. 

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19.06.2026, 15:30 Uhr, Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Preisvorträge