Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften trauert um Rolf Emmermann

Korrespondierendes Mitglied der Akademie seit 2005

Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Emmermann († 10. Juli 2026)

Rolf Emmermann war ein bedeutender deutscher Geowissenschaftler und international prägende Persönlichkeit. Nach seinem Studium und seiner Habilitation in Mineralogie war er Professor an der Universität Gießen und leitete von 1992 bis 2007 das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ).

Zu seinen wichtigsten Leistungen zählen die Leitung des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) und sein maßgeblicher Beitrag zur Gründung des internationalen Forschungsbohrprogramms ICDP. Als Gründungsdirektor des GFZ prägte er nach der Wiedervereinigung den Aufbau der Einrichtung und die Integration der deutschen Geowissenschaften.

Unter seiner Leitung entstand zudem das Förderprogramm GEOTECHNOLOGIEN, das Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammenführte. Nach der Tsunami-Katastrophe 2004 engagierte er sich entscheidend für den Aufbau des Tsunami-Frühwarnsystems InaTEWS und setzte sich damit für die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft ein.

Darüber hinaus engagierte er sich in zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen und Akademien. Für seine Leistungen erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Verdienstorden des Landes Brandenburg und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 2005 war er korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.