Workshop der interakademischen Forschungsstelle „Karl-Jaspers-Gesamtausgabe“ (KJG) in Heidelberg
Thema des Workshops ist die Neuedition der Schriften über Max Weber (KJG I/19), die in Kooperation mit Dr. Edith Hanke, der langjährigen Editorin und Generalredaktorin der Max-Weber-Gesamtausgabe (MWG), erfolgt. Neben den drei zu Lebzeiten publizierten Schriften werden in diesem Band erstmals Jaspers’ letzte Notizen zu Weber aus den 1960er Jahren, die bisher nur in spärlichen, teilweise fehlerhaft transkribierten Auszügen bekannt sind, sowie erst vor einigen Monaten im „Archiv der deutschen Frauenbewegung“ (Kassel) aufgefundene Originalbriefe von Karl und Gertrud Jaspers an Max bzw. Marianne Weber ediert.
Dirk Fonfara wird den Aufbau des Bandes und den aktuellen Stand der editorischen Arbeiten erläutern. Im Fokus steht dabei der in Kassel entdeckte, bislang einzig erhaltene Brief von Jaspers an Weber. Er stammt vom November 1913 und befasst sich auf sieben Seiten mit Webers „Kategorien“-Aufsatz, den er vom Autor kurz vor dem Druck zu kritischer Lektüre erhalten hatte. Im zweiten Teil des Workshops wird Bernd Weidmann Jaspers’ letzte Notizen zu Weber vorstellen und dabei von der – maßgeblich durch Dieter Henrich bestimmten – Rezeptionsgeschichte abgrenzen. Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sind herzlich willkommen. Um eine formlose Anmeldung wird gebeten unter: dirk.fonfara@hadw-bw.de
Datum: 9. März 2026
Ort: Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg
Beginn: 14:00 Uhr
Referenten: Dr. Dirk Fonfara und Dr. Bernd Weidmann (jeweils HAdW)
Karl Jaspers und Max Weber