Das Projekt

Die menschliche Evolution wird als Prozess kultureller Expansionen verstanden, der vor über drei Millionen Jahren mit der Herstellung von Steingeräten begann. Diese Innovation ermöglichte einen erweiterten und modularen Werkzeuggebrauch und begründete einen kulturellen Raum, der durch intensivere soziale und materielle Interaktionen, Umweltbeziehungen sowie ein wachsendes Bedürfnis nach Sinn geprägt ist. Diese Entwicklung verläuft in miteinander verknüpften Expansionsformen: der Ausweitung kultureller Performanzen sowie des Ressourcenraums. Neue Technologien erschließen zusätzliche Ressourcen, erzeugen jedoch zugleich neue Bedürfnisse und Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt, wodurch ein komplexes Netzwerk kultureller Ausdrucksformen entsteht.

Das Forschungsprojekt untersucht diese Prozesse systemisch für den Zeitraum von drei Millionen bis 20.000 Jahren vor heute in Afrika und Eurasien. Grundlage ist die multidisziplinäre Datenbank ROAD mit GIS-Funktionen, die archäologische, fossile und Umwelt-Daten integriert. Die Ergebnisse werden in einem digitalen Atlas der Mensch-Umwelt-Entwicklung zusammengeführt und interdisziplinär ausgewertet.

ROAD entdecken

Das Projekt stellt sich vor

Kurzporträt "ROCEEH" (YouTube) (externer Link)