Martin Bucers Deutsche Schriften

Die Edition der Deutschen Schriften Martin Bucers war der deutsche Zweig des internationalen Vorhabens einer ersten historisch-kritischen Gesamtedition der Werke Martin Bucers, deren beide andere Teile (lateinische Werke und Korrespondenz) an den Universitäten Straßburg (unter Zuziehung eines international besetzten Editorenteams) und Erlangen erarbeitet werden. Die Edition der Deutschen Schriften ist im Dezember 2016 wie geplant zum Abschluss gekommen.

Gravur Martin Bucers im Alter von 53 Jahren von by René Boyvin (1525-1598)aus der Bibliotheque de l'Histoire du Protestantisme

Der Straßburger Reformator Martin Bucer hat über die von ihm für verschiedene deutsche Territorien und Reichsstädte entworfenen Kirchenordnungen, die, vermittelt durch Calvin, auch den gesamten reformierten Protestantismus prägten, erhebliche Bedeutung für die Institutionen der evangelischen Kirchen. Darüber hinaus hat er sich unermüdlich um die Verständigung der Protestanten untereinander und um die mit der katholischen Kirche bemüht, so daß seine Schriften auch für die heutigen ökumenischen Gespräche von Interesse sind. Auch die Anfragen der Vertreter des sogenannten „linken Flügels“ der Reformation wurden von ihm ernsthaft bedacht und bei seinem Einsatz für die Einführung der Konfirmation und der Kirchenzucht aufgenommen. Grundlegende Beiträge leistete er ferner zum Verhältnis von Staat und Kirche, insofern er einerseits die Freiheit der Kirche vom Staat bis hin zu freikirchlichen Erwägungen vertrat, andererseits aber während seiner Cambridger Wirksamkeit die Grundlage für das englische Staatskirchentum legte.

 


 

Geschichte der Forschungsstelle

1953-1994 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster/W. (am Institut für Kirchengeschichte, dann DFG-Projekt, dann Finanzierung durch die Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
1995-2016 an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in Heidelberg

 

Digitalisierte Bände

digi.hadw-bw.de/view/bds

 

Weitere Informationen

Hier finden sie weitere Informationen über die Bucer-Forschungsstelle.

 

Nicht edierte Texte Bucers

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Materialien der Bucer-Forschungsstelle im Universitätsarchiv Heidelberg

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Forschungsstellenleiter

Prof. D. Dr. Robert Stupperich (1953/1958-1982)

Prof. Dr. Wilhelm Neuser (1983-1994)

Prof. Dr. Gottfried Seebaß (1994-1998)

Prof. Dr. Thomas Wilhelmi (1998-2001)

Prof. Dr. Gottfried Seebaß (2001-2006)

Prof. Dr. Christoph Strohm (2006-2016)

Mitarbeiter

Dr. Johannes Müller (1953-1955)

Dr. Ernst Wilhelm Kohls (1958-1962)

Dr. Martin Greschat (1962-1965)

Herbert Vogt (1964-1966)

Dorothea Demmer (1965-1967)

Peter Fabisch (1965-1967)

Dr. Marijn de Kroon (1972-1993)

Ian Hazlett (1974-1975)

Dr. Hans-Jürgen Schönstädt (1975-1980)

Dr. Hermann Peiter (1981)

Dr. Hartmut Hartmut Rudolph (1983-1993)

Dr. Hans Schulz (1994-1998)

Prof. Dr. Christoph Strohm (1994-1996)

Prof. Dr. Thomas Wilhelmi (1996-2016)

Dr. Stephen E. Buckwalter (1998-2016)

Susanne Haaf (2007-2009)

Daniel Degen (2012-2016)