Mathematische Logik

Das Unternehmen „Mathematische Logik“ verfolgte das Ziel, den aktuellen Wissensstand aus dem Bereich der mathematischen Logik und angrenzender Gebiete in seiner vollen Breite und Tiefe zu dokumentieren, zu strukturieren und zu repräsentieren sowie das vorhandene Wissen spezifischen Anforderungen gemäß zugänglich zu machen. Für dieses Wissenschaftsgebiet sollte damit der ständig wachsenden Publikationstätigkeit sowie der zunehmenden Verstreutheit wissenschaftlicher Resultate ein einheitsstiftendes Ordnungsinstrument zur Sicherung des gesamten Kenntnisstandes dieses Gebietes von seinen Ursprüngen an sowie zur Verfügbarmachung seiner Inhalte entgegen gesetzt werden.

Zu diesem Zweck unterhielt das Unternehmen eine umfassende, strukturierte Bibliographie der Literatur aus den genannten Bereichen und entwickelte Formalismen zur funktionsgerechten Darstellung inhaltlichen Wissens mit der Möglichkeit spezifischer Informationssuche und Informationsvermittlung. Dabei wurde die im Jahre 1987 erschienene, sechsbändige Logikbibliographie fortgeschrieben und zu einem allgemein zugänglichen Informationssystem für die mathematische Logik (http://www.math-logic.org) ausgebaut, das die weltweit verfügbaren Angebote zentral koordinierte und aufbereitete.

Die dokumentierte Literatur wurde klassifiziert gemäß des an der Forschungsstelle entwickelten Klassifikationsschemas für die mathematische Logik, das in seinen wesentlichen Grundzügen zum Logik-Teil des international akzeptierten umfassenden Mathematical Subject Classification Scheme MSC 2000 wurde.Die Literatur wurde ferner strukturell aufbereitet und sollte auf der Grundlage einer tiefer greifenden begrifflichen Erfassung des Gebietes weiter gehend erschlossen werden.

Exemplarisch wurde hiermit der Versuch unternommen, eine wissenschaftliche Disziplin in ihrer Gesamtheit zu erfassen sowie den Zugang zu ihren Inhalten zu ermöglichen. Durch den Grundlagen-Charakter der mathematischen Logik weist dieser Ansatz jedoch weit über die eigenen Grenzen des Gebietes hinaus.

Vorsitzender der Kommission:
Prof. Dr. Klaus Kirchgäßner

Forschungsstellenleiter:
Prof. Dr. Michael M. Richter

Mitarbeiter:
Dr. Wolfgang Lenski