Embodiment/Verkörperung
Wechselwirkungen zwischen Körper, Geist und Maschine
„Embodiment“ steht für die Erkenntnis, dass unsere Wahrnehmung, unsere Emotionen, unser abstraktes Denken, unser Gedächtnis und unsere Intentionalität nicht als körperlose Operationen, sondern als essenziell physische Prozesse begriffen werden können, zu denen Gehirn und Körper eingebettet in die Umwelt wechselseitig beitragen. Im Zentrum steht also die Frage, wie Handlungen und körperliche Erfahrungen Denken, Lernen und Problemlösen beeinflussen, wie sich beispielsweise Avatar-Repräsentationen in virtuellen Welten auf Selbstwahrnehmung und Verhalten auswirken. In der Informatik spielt das Konzept des Embodiment in Bereichen eine Rolle, die sich mit der Mensch-Maschine-Interaktion, künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik beschäftigen. Wie können körperliche Aspekte von Maschinen oder die Interaktion zwischen Mensch und Technik gestaltet werden, um intuitiver und effektiver zu sein? Naturwissenschaftliche Fragestellungen sind zudem die biologische und biochemische Basis von Wahrnehmung, Bewegung und kognitiven Prozessen sowie die physikalischen und biomechanischen Aspekte der Körperbewegung und der Interaktion mit der Umwelt. Sozialwissenschaftliche Fragestellungen wären die sozialen und kulturellen Implikationen und historischen Wandlungen von mimetischen und habituellen Lernprozessen oder von verkörperten Technologien und ihre Auswirkungen auf Identität und Interaktion. Dies reicht bis hin zur Rolle körperorientierter Ansätze in der Rehabilitation, Psychotherapie oder Prothetik (Therapie & Gesundheit). Im Bereich der Rituale und der performativen Kunst beschreibt Embodiment, wie der Körper als Medium für Ausdruck und Interaktion genutzt wird.
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WIN-Projekt
IDEE
Eigene Darstellung
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Neural Circuits of Embodiment
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Tails in Motion
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