Forschungsstellen
Wir trauern um unseren langjährigen Kollegen und guten Freund Thomas Städtler, der am 3. Juni 2024 im Alter von 66 Jahren verstarb.
Unseren Nachruf finden Sie hier.

Der DEAF ist ein Grundlagenwörterbuch des Altfranzösischen, das den Zeitraum von 842 bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts umfasst. Die Artikel sind alphabetisch nach Wortfamilien geordnet und werden nach strengen philologischen Prinzipien (Ad fontes!) erarbeitet. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Kurzbeschreibung. Als Basis dient die gesamte altfranzösische Literatur, die in dem separat erscheinenden Complément bibliographique erfasst wird. Die Publikation erfolgt online in DEAFél (DEAF électronique) sowie als Druckfassung in Lieferungen zu 192 Spalten. Die Würdigung der geleisteten Arbeit überlassen wir anderen, wir begnügen uns hier damit, einige beispielhafte Ergebnisse vorzustellen, die die enzyklopädischen Seiten des Werkes illustrieren.
Laufzeit: 1984 bis 2021
Der DEAF ist ein Grundlagenwörterbuch des Altfranzösischen. Er reiht sich ein in die lange europäische Tradition geisteswissenschaftlicher Forschung im allgemeinen und die der Lexikographie im besonderen, in der der deutschsprachige Raum eine wichtige Position innehat. Der DEAF umfaßt den Zeitraum von 842 (Datum des Straßburger Bündnisschwures zwischen Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen gegen Lothar I., überliefert in althochdeutscher und altfranzösischer Sprache) bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts (Epochengrenze zum Mittelfranzösischen, philologisch und gesellschaftlich begründet).
Alle verfügbaren Materialien werden ausgewertet: Wörterbücher, Glossare, Texte literarischer und nichtliterarischer Natur. Der Zettelkasten enthält derzeit 1,5 Millionen Zettel, die auf etwa 12 Millionen Belege verweisen. Der DEAF stellt aus dieser Masse heraus alle altfranzösischen Wörter mit allen Bedeutungen dar und reduziert sie dabei auf die Artikelstruktur des Wörterbuches. Der DEAF wird als Buch und online als DEAFél publiziert, wissenschaftlich tiefgehend in der Form von DEAFplus, bzw. bereitgestellt als digitalisierte und vorstrukturierte Materialsammlung in DEAFpré. Die zitierten Materialien werden durch die Bibliographie des DEAF erschlossen, die alle Texte, alle Handschriften und alle Ausgaben verzeichnet, sie in die Geschichte der Schönen Literatur und der Fachliteratur einordnet, datiert, lokalisiert und in ihrer Qualität kritisch bewertet. Da das Altfranzösische gut überliefert ist, ist die Masse der Quellen quasi unüberschaubar.
Der DEAF ist ein etymologisches Wörterbuch, das heißt, er erklärt die Herkunft der Wörter, ihre Bedeutungsentwicklung und ihr Weiterleben. Um die Zusammenhänge deutlicher zu machen, ist der Wortschatz nach Familien geordnet. Titelwort ist jeweils das altfranzösische Wort, das sich direkt aus dem Etymon entwickelt hat. Die Darstellung der Etymologie bezieht die Nachbarsprachen mit ein, etwa das Weiterleben des Etymons in anderen romanischen Sprachen oder die Entlehnungen aus dem Altfranzösischen ins Deutsche (Beispiel: Galopp und galoppieren).
Bible moralisé, Hs. Wien 2554, ca. 1225, f°60v°b
Erste Abbildung eines Stachelbeerstrauches
Jede Bedeutung eines Wortes wird in eine Definition gefasst. Diese ist in traditioneller Weise phrastisch aufgebaut: ein Oberbegriff wird durch Bedeutungsmerkmale solange eingegrenzt, bis der Bedeutungsumfang klar ist. Zum Beispiel ist gravoire nicht nur «stylet» definiert (also "Griffel"), sondern «petit stylet dont on se servait pour faire la raie» ("kleiner Griffel zum Ziehen des Scheitels"). Jede Definition wird illustriert durch einen oder mehrere Kontexte, die nicht aus Wörterbüchern abgeschrieben, sondern grundsätzlich aus Primärquellen entnommen werden (Ad fontes!). Eine Definition kann noch so präzise sein, sie wird doch erst durch einen gut gewählten Kontext lebendig (vgl. die Praxis des Duden). Das gilt insbesondere für ein Wörterbuch zu einer vergangenen Epoche, da wir für ältere Sprachstufen wohl kaum ein aktives Sprachgefühl entwickeln. Der Kontext kann häufig auch zusätzliche Informationen geben, die die Definition nicht enthält (z.B., dass jener Frisiergriffel aus Elfenbein oder Bein sein kann). Einen typischen DEAF-Artikel finden Sie hier:
Hier gerät das Wörterbuch in die Domäne der Enzyklopädie, ein Aspekt, der gerade bei einem historischen Wörterbuch wichtig ist. Kontexte und explizite sachliche Informationen jedes einzelnen Artikels erhöhen den Nutzen des DEAF für die gesamte Mediävistik. Das ist auch der Grund, warum nicht etwa vornehmlich der älteste Kontext zitiert wird, sondern der oder die, die für die Bedeutungsillustration und die enzyklopädischen Inhalte am aussagekräftigsten sind, z.B. gibeline "Zobel", ce sunt gibeline et ermin... e mantes autres chieres bestes (Marco Polo): Zobel und Hermelin sind am Ende des 13. Jahrhunderts teure Pelze.
Hs. Paris BN fr. 1548 f°14r°: homme qui va entour le monde
Enzyklopädischer Text aus dem Jahre 1246
Seit 2008 hat die DEAF-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation ein elektronisches Redaktions- und Publikationssystem (DEAF Dictionary Writing System - DEAF-DWS) entwickelt. Im Hinblick auf die verbleibende Projektlaufzeit wurde hierbei ein zweistufiger Ansatz verfolgt: die Buchstaben D, E und F – aus wissenschaftshistorischen Gründen das «schwarze Loch» der galloromanischen Lexikographie – werden weitgehend in gewohnter Form lexikographisch erschlossen. Die Ergebnisse werden sowohl in gedruckter Form als auch im Internet publiziert. Parallel dazu werden sämtliche Materialien zu den Buchstaben A-C und L-Z lemmatisiert und mit einer groben semantischen Struktur versehen, um auch die für diese Alphabetbereiche bereits erarbeiteten Daten langfristig zu konservieren und für eine weitergehende lexikographische Erschließung zugänglich zu machen. Diese vorstrukturierten Materialien werden als DEAFpré ausschließlich in elektronischer Form publiziert. Neben Zeitersparnissen insbesondere bei der Klassifizierung und Strukturierung der Materialien und komfortablen Suchmöglichkeiten, bietet die computergestützte Redaktion und Publikation erstmals die Möglichkeit, die vom DEAF erarbeiteten wissenschaftlichen Ressourcen einem breiten Publikum zugänglich zu machen und sie zugleich in einem für eine digitale Langzeitarchivierung geeigneten Format zu speichern.
Eine Benutzerschnittstelle des Artikelredaktionssystems DEAF-DWS
Das Altfranzösische umfasst den Zeitraum von 842 bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts, der als Epoche für die europäische Gegenwart konstitutiv ist. Zentrale Bedeutung kommt in dieser Hinsicht vor allem den kulturellen und gesellschaftlichen Transformationen im Kontext der Renaissance des 12. und 13. Jahrhunderts zu: Basierend auf antiker Wissenschaft und befruchtet von islamischen und jüdischen Gelehrten bildete sich zunächst in Frankreich aufklärerischer Geist zu dogmenkritischer Wissenschaft heraus, die sich in ganz Europa ausbreitete und in die Geburt der Universitäten mündete. Hier nahm die Entwicklung von einer Klerikerkultur zu einer Laienkultur – gewöhnlich für das Zeitalter des Humanismus reklamiert – ihren Anfang. Auch die Entwicklungen in anderen Bereichen der europäischen Kultur im 12. und 13. Jahrhundert lassen sich unter den Begriff der translatio studii aus der griechisch-römischen Antike ins französische Mittelalter fassen: Die rasante Entwicklung der Wissenschaften hat ihre Parallelen etwa in der Blüte der vernakularsprachlichen Literatur und der Entstehung der chansons de geste, in der Glanzzeit der romanischen Kunst und der Geburt der Gotik, sowie in der Wiederaufnahme des römischen Rechts als Grundlage des europäischen Rechtssystems.
Sprachliches Medium der beschriebenen gesellschaftlich-kulturellen Transformationen war neben dem Mittellatein vor allem das Altfranzösische als wirkungsmächtigste Vernakularsprache des europäischen Mittelalters. Zahl und geographische Herkunft der erhaltenen Quellen vermögen einen Eindruck von der historischen Bedeutung des Altfranzösischen zu vermitteln: Seine Überlieferung umfasst viele Tausend Texte, die nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus England, Zypern und dem Heiligen Land stammen, wo das Französische über Jahrhunderte Herrschaftssprache war. Das Prestige des Altfranzösischen manifestiert sich darüber hinaus auch in einer ausgedehnten frankoitalienischen Literatur – beispielsweise berichtet der Venezianer Marco Polo auf Altfranzösisch von seinen Reisen – und in seinem Einfluss auf alloglotte Literaturtraditionen: So adaptierten die wichtigsten Vertreter der mittelhochdeutschen Klassik (Wolfram von Eschenbach, Hartmann von Aue und Gottfried von Straßburg) in ihren Romanen französische Vorbilder. Die Kommentare Raschis und seiner Schüler aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, die viele Tausend altfranzösische Glossen beinhalten, werden bis heute in allen großen jüdischen Bibelausgaben überliefert.
Die historische Lexikographie leistet einen zentralen Beitrag zur Erforschung der kulturellen Grundlagen Europas und somit zu einem besseren Verstehen unserer gegenwärtigen Lebenswelt, indem sie den Wortschatz als Schlüssel zum kulturellen Gedächtnis Europas begreift und auf diese Weise zur ganzheitlichen Integration historisch-kulturellen Wissens beiträgt. Das Altfranzösische erscheint aufgrund seiner zentralen Bedeutung für das europäische Mittelalter als Dreh- und Angelpunkt eines solchen Forschungsansatzes besonders geeignet. Gleichzeitig erfordert der interdisziplinäre Anspruch einer als Teil einer umfassenden Kulturwissenschaft verstandenen historischen Lexikographie die Integration philologischer Nachbarfächer – Mittellatein, Germanistik, Semitistik, Judaistik etc. – sowie die Einbeziehung der Geschichtswissenschaft, insbesondere der geistesgeschichtlichen und realienkundlichen historischen Disziplinen, wie etwa Wissenschaftsgeschichte, Ideengeschichte und Mentalitätsgeschichte. Durch die Erhellung der Dynamik von Sprache und außersprachlicher Kultur im Kontext des europäischen Mittelalters kann die historische Lexikographie des Altfranzösischen dem Erkenntnisziel eines historisch fundierten Verstehens und Bewertens unserer gegenwärtigen Lebenswelt gerecht werden.<
Heidelberg Cod. Pal. lat. 1969
Der Teufel in einer Handschrift (ca. 1375) der Pelerinage de Vie humaine des Guillaume de Digulleville
Hardos ist einer jener eher unscheinbaren Artikel des Bandes H, der gleichwohl sehr geeignet ist, die Charakteristika des DEAF erkennen zu lassen: Wissenschaftlichkeit, Innovativität, Effizienz. Gerade wegen seiner einfachen Strukturen ist das Beispiel anschaulich und überzeugend.
Hardos steht in keinem der im 20. Jahrhundert geschriebenen Wörterbücher und es fehlt auch in denen von Lacurne (1875 - 1882) und Godefroy (1880 - 1902). Es findet sich in Henschels Nachträgen von 1850 zum Glossar von Dom Carpentier (1766) in Anschluß an Du Cange (1678). Als Quelle des Eintrags ist «Roman de Roncevaux, pag. 44» angegeben, was nicht sehr aussagekräftig ist, da mit diesem Titel mehrere unterschiedliche Texte bezeichnet sein können. Der Text, um den es tatsächlich geht, läßt sich schließlich identifizieren als Fassung des Rolandsliedes in der Handschrift von Châteauroux; unser Wort - sofern es denn tatsächlich existieren sollte - stammt also nicht aus irgendeinem verstaubten Dokument zweifelhaften Ranges, sondern, man darf das getrost noch einmal sagen, aus einer der Handschriften des berühmten Rolandsliedes, einem der Meisterwerke französischer und europäischer Literatur. Die wissenschaftlich zuverlässigste Ausgabe dieses Textes von Foerster (1883) enthält kein Glossar, und die beiden von Henschel zitierten Verse lassen den größeren Kontext der Szene nicht erkennen, in der hardos vorkommen soll, so daß keine andere Möglichkeit bleibt, als den Text zu überfliegen.
Das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand: Das Wort findet sich tatsächlich in dieser Handschrift dieses Textes. Henschel hatte hardos nicht definiert, es gilt also nun, das Wort einer semantischen und etymologischen Analyse zu unterziehen. Die Lektüre des größeren Kontextes, die Kenntnis des Gesamtwerkes und der Vergleich mit den verwandten Handschriften, in denen sich die Lesart ardos findet, machen klar, daß es sich um ein qualifizierendes Adjektiv zur Bezeichnung eines Abgrundes oder tiefen Brunnens handeln muß. Die etymologische Fährte, gestützt zum einen auf eine gesicherte Form, zum anderen auf eine einigermaßen deutliche semantische Vorstellung, führt hin zu lt. arduus "steil, mühselig", das im Rahmen der Neubearbeitung des Französischen Etymologischen Wörterbuchs (FEW) Gegenstand eines Artikels von Gilles Roques war. Die Identifizierung des Wortes bringt die ersten Ergebnisse und die nächsten Fragen mit sich: hardos ist der älteste Vertreter der gesamten Familie im galloromanischen Sprachraum und die Endung steht einzigartig da (lediglich noch einmal belegt in einem mit Sicherheit unabhängigen neuprovenzalischen Wort): ist unsere Form nun das Ergebnis einer erbwörtlichen Entwicklung oder einer Ableitung? Ist das lateinische Suffix -uus tatsächlich untergegangen ohne Spuren zu hinterlassen außer in einigen gelehrten Entlehnungen (darunter just ardu)? Die einschlägigen Artikel des FEW sowie die zu Rate gezogenen morphologischen Untersuchungen geben keine Antwort.
Was die literarische Seite anbelangt, so läßt unser Wort für die Entwicklung der verschiedenen Rolandslied-Versionen eine gewollte Abkehr vom Märchen- und Zauberhaften erkennen. Im archaischen Oxforder Roland versucht der Titelheld vergeblich, Durendal, sein heiliges Schwert, zu zerbrechen; sterbend verbirgt er es schließlich unter seinem Körper, damit es nicht den feindlichen Heiden in die Hände falle. Der Autor bzw. Bearbeiter des Châteaurouxer Rolands hält es dagegen für angemessener, das heilige Schwert für immer in einem vergifteten, den Menschen unzugänglichen Abgrund verschwinden zu lassen. Zu verstehen ist dies als Hinweis auf einen Mentalitätswechsel: Der Autor des 13. Jahrhunderts sieht als Kind seiner Zeit die Welt etwas realistischer als der der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert. Dieser – von der Moderne freilich noch weit entfernte – Realismus mag ihn zu der Änderung angeregt haben.
Lohnt es sich, so bleibt die Frage, für ein derartiges Wort mehrere Stunden eines Forscherlebens zu opfern? Zum einen, so muß man sagen, kann die Frage so nicht gestellt werden, denn schließlich ist es die erklärte Aufgabe des Forschers, dem Fortschritt des Wissens und der Wissenschaft nach Möglichkeit zu dienen: Eine andere Haltung widerspräche dem wissenschaftlichen Selbstverständnis und bedeutete eine Vergeudung von Mitteln. Zum anderen, und unter Anerkennung der Berechtigung der Frage, sind es die Ergebnisse selbst, die die Antwort geben müssen, Ergebnisse, die sich im Rahmen einer reinen und ernsthaften Forschung nahezu zwangsläufig einstellen. Im Falle von hardos heißt dies: Ein unklares Wort aus einer vernachlässigten Quelle wurde lokalisiert und identifiziert; durch den neu gefundenen ältesten Zeugen einer Wortfamilie erscheinen die jüngeren Vertreter dieser Familie in einem anderen Licht; die Diskussion einer morphologischen Frage kann neu belebt werden; das Verständis eines wichtigen Textes wird durch mentalitätsgeschichtliche Überlegungen gefördert – ein Steinchen konnte in das Mosaik eingefügt werden, als welches sich das Bild unserer Vergangenheit darstellt. Wie es scheint, eine reiche Ernte für ein solch kleines Wort, und der Beweis dafür, daß die Forschung immer lohnenswert ist, auch bei so unscheinbaren Wörtern wie hardos.
«Weder Seele noch Gehirn der Menschen haben in historischer Zeit erweislich zugenommen, die Fähigkeiten waren längst komplett! Daher ist unsere Präsumption, im Zeitalter des sittlichen Fortschritts zu leben, höchst lächerlich, im Vergleiche mit riskierten Zeiten, deren freie Kraft des idealen Willens in hundert hochtürmige Kathedralen gen Himmel steigt.»
[Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen]
Seit Jacob Burckhardt diese Aussage gemacht hat, sind rund 150 Jahre vergangen. Dennoch hält sich hartnäckig das Vorurteil vom finsteren Mittelalter. Die folgenden Beispiele sollen dies illustrieren und gleichzeitig zeigen, wie mittels Analyse mittelalterlicher Texte nicht nur sprachliche, sondern auch fach- und sachgeschichtliche Neubewertungen möglich sind.
Interdisziplinarität im Circulus vitiosus:
Die Paläoethnobotanik datiert die Stachelbeere auf das 12. Jahrhundert. Das französische Wort für Stachelbeere (und Johannisbeere), groseille, wird von der Lexikographie ebenso datiert. Die Übereinstimmung schafft Vertrauen. Doch ergibt die Prüfung der Quellen, daß die Botaniker sich nicht auf Grabungen, Abbildungen und dergleichen stützten, sondern auf die Datierung des französischen Wortes groseille ! Ihr Datum, 12. Jh., ist also wertlos. Die Forschungen ergeben, daß das Wort vom 9. bis ins 12. Jahrhundert den Kreuzdorn bezeichnet, erst ab dem 13. Jahrhundert die Stachelbeere. Der DEAF nennt nebenbei die erste Abbildung eines Stachelbeerstrauches: Bible moralisée, Handschrift Wien 2554, ca. 1225, f°60v°b.
Bibl. Wien 2554
Abbildung eines Stachelbeerbusches, Bible moralisée, Hs. Wien 2554 f°60v°b [ca. 1225]
Was wir wissen:
«Im Abendland ist dagegen während der gleichen Zeit [d.h.im Mittelalter] so gut wie keine Entwicklung der Astronomie zu verzeichnen. Außerdem wurde die Erde längere Zeit wieder als Scheibe angesehen.» (dtv-Atlas zur Astronomie 15)
Diese Ansicht ist eine Wissenschaftslegende des 19. und 20. Jahrhunderts, die auch im 21. Jahrhundert weiterlebt.
Was uns das Mittelalter sagt:
Image du monde, Enzyklopädischer Text aus dem Jahre 1246 (Hs. Paris BN fr. 1548 f°14r°): homme qui va entour le monde (Begleittext zur Abbildung: Mensch, der um die Erde geht)
Introductoire d'Astronomie, Astronomietraktat aus dem Jahre 1270. Kap. IV 2: et por ce fu li mondes en tel globosité (= forme de pelote) criez reonz que ce est la forme qui plus apartient a parfection quar en reondesce n'a ne fin ne commencement. (Und so wurde die Erde mit der Eigenschaft des Globus (in der Form einer Kugel) rund erschaffen, da das die Form ist, die am meisten der Perfektion nahekommt, denn bei der Rundheit gibt es weder Anfang noch Ende.) [Ed. Stephen Dörr]
Bibliothèque Nationale de Paris
Ein Mensch geht um die Welt (Hs. Paris BN fr. 1548, f°14r° [1246])
Was wir wissen:
«On peut considérer qu'au commencement du XVIème siècle, il n'y a pas de grammaire française. » (C. Demaiziere, La grammaire française au XVIe siècle: Les grammairiens picards, Paris 1983, S.29)
Was uns das Mittelalter sagt:
Anfang der altfranzösischen Adaption der Ars minor von Donat (Hs. Berner Burgerbibliothek 439, f°76r°, 2. H. 13. Jh.):
Quantes parties d'orison sont? viii. etc. Li nons et li participes gouvernent et sont gouverné. Li pronons est gouvernés et si ne gouverne mie. (Wie viele Redeteile gibt es? Acht, usw. Nomen und Partizip regieren und werden regiert. Das Pronomen wird regiert und regiert selbst nicht. [Ed. Thomas Städtler])
Der Grand Larousse de la Langue Française (1973) Bd. 3, S. 2273b verzeichnet als ältesten Beleg für gouverner «regieren» in grammatikalischer Verwendung: 1757, Encyclopédie.
Berner Burgerbibliothek
Grammatik in der Ars minor von Donat, Berner Burgerbibliothek 439, f°76r°, 2. H. 13. Jh
Was wir wissen:
«Außer punktuellen, oft zufälligen Vermittlungen läßt sich also auch auf dem Gebiet der Sachkultur nur eine triste Bilanz der europäischen Lernfähigkeiten ziehen», schreibt die FAZ am 4.11.1992 und konstatiert für das Mittelalter eine allgemeine «Ignoranz für die hochentwickelte arabische Mathematik».
Was uns das Mittelalter sagt:
Aus Jean de Murs Quadripartitorum numerorum aus dem Jahr 1343: Rursus multiplicavi radicem sextupli cuiusdam averis in radicem quintupli ejius et addidi decuplum ipsius averis et insuper numeros 20, et fuerint hec omnia sicut quadratum ipsius averis. Quantum est avere?
Als Gleichung umgesetzt ergibt das:
√ 6x √ 5x + 10x + 20 = x2
Aus der Praktike de geometrie (3. Viertel 13. Jh.): Berechnung der Fläche eines Maximalkreises in einem gleichseitigen Dreieck mit einer Seitenlänge von 14 Fuß: Se tu fais .1. compas dedens le triangle si grant com tu pues, il tenra en soi .50. piés et le quart d'un pié et les 7esme du quart d'un pié.
Ergebnis: 50 2/7 Quadratfuß.
Was wir wissen:
«Nach Galen [Ende 2. Jh.] werden keine anatomischen Untersuchungen mehr vorgenommen. Sektionen wurden wieder als abstoßend und grausam verurteilt sowie für unnötig befunden. Der christliche Glaube an die Wiederauferstehung des Fleisches mag den Widerstand gegen die Anatomie verstärkt haben. Das westliche Mittelalter hatte kaum Kenntnis von Galens anatomischen Schriften.» (Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Anatomie [Vorabdruck 1996])
Was uns das Mittelalter sagt:
Die Beschreibung der von Mondino dei Luzzi und Niccolò Bertruccio in Bologna seit 1315 durchgeführten Leichensezierungen bei Gui de Chauliac ist klar genug: selon ce que traicte Mestre Dimus de Bolongne qui sur ce ha escript et ha fait la anathomie maintes fois. Et mon mestre, Mestre Bertuces, par ceste maniere il asseoit homme mort sur ung banc et en faisoit quatre lessons: les membres nutritifz, les membres espirituelz, les membres qui ont ame. En la quarte, il tratoit des extremités (nach Meister Dimus von Bologna, der darüber geschrieben hat und Leichensezierungen etliche Male durchgeführt hat. Mein Lehrer, Meister Bertuces, legte den toten Menschen auf eine Bank und erteilte daran vier Lektionen: die vom Blut und die vom Geist genährten Organe, die Organe, die eine Seele besitzen. In der vierten Stunde behandelte er die Extremitäten [Ed. Sabine Tittel].
Bibliothèque Fac. Méd. Montpellier
Leichensektion in der Handschrift der Grande Chirurgie des Gui de Chauliac, Bibliothèque Fac. Méd. Montpellier H 184 f°15v° (2. Drittel 15. Jh.)
Die Vielfalt der Blickrichtungen und Beispiele kann ein Kaleidoskop in Erinnerung bringen. Schöne Einzelsteinchen purzeln durcheinander und ergeben immer wechselnde, reizvolle Bilder. Aber der Schein trügt. Der DEAF versteht sich nicht als Kaleidoskop, sondern als Mosaik. Jedes Steinchen ist mit größter wissenschaftlicher Präzision gefertigt, eines gleicht im Aufbau dem anderen. Es ist ein großes Puzzle, das sich zu einem Bild fügt, das einen lebendigen, historisch möglichst wahren Eindruck einer wichtigen Epoche Europas vermittelt. Die Wörterbuchstruktur des DEAF ist das Fenster, das den Blick auf das Mittelalter frei gibt.
«Dans un contexte scientifique où les projets de longue haleine souffrent, il est rassurant de constater que chez le DEAF, on n’est pas à bout de souffle. Il y a lieu de féliciter non seulement les rédacteurs et la commission scientifique, mais aussi l’Académie de Heidelberg qui les soutient. [...] Ce fascicule est à la hauteur de ses prédécesseurs et ne fait que souligner l’importance du DEAF surtout à deux égards: en ce qui concerne la lexicographie historique du français, mais aussi pour son rôle exemplaire dans la méthodologie lexicographique. Qui veut apprendre comment rédiger un dictionnaire, lira avec profit le DEAF. [...]
L’ancien français n’était pas uniquement exportateur mais aussi importateur de mots (dont bon nombre seront retransmis dans des langues voisines). Il a une importance capitale dans la transmission du savoir et comme langue de culture à travers l’Europe cultivée de l’époque. Le DEAF est devenu pour ceux et celles qui le connaissent, la clé essentielle pour accéder à ce monde et pour le comprendre.»
In einem Postscriptum zu seinem Essai “Fliegende Esel. Die unmögliche Poesie der Fatrasien”, der den Band seiner Fatrasie-Übersetzungen abschließt, schreibt Ralph Dutli: «Noch ein Glücksfall: Als ich 1994 von Paris nach Heidelberg kam, ahnte ich nicht, dass es auch ein Umzug in eine Stadt war, in der die altfranzösische Sprache sozusagen eine Gesandtschaft unterhielt. Ausgerechnet in meinem Wohnort Heidelberg entsteht das DEAF (‘Dictionnaire Etymologique de l'Ancien Français’) ein bewunderungswürdiges Unternehmen, alle Wörter des Altfranzösischen in ihrer Bedeutung und Wortgeschichte zu erfassen. Ein fünfköpfiges Team (Stephen Dörr, Marc Kiwitt, Frankwalt Möhren, Thomas Städtler, Sabine Tittel) ist mit dieser stillen Kathedrale aus lauter Wörtern beschäftigt. Wenn selbst die Luft am Neckar von altfranzösischen Wörtern schwirren darf, ist der Gang zu den Fatrasien nicht abwegig, die Reise an den Fluss Scarpe, der durch Arras fließt. Die Poesie ist der jenseits von Raum und Zeit alle Flüsse einigende Fluss. Botschaft an Freunde: Scarpe diem, Neck-Arras.» (Ralph Dutli, Fatrasien. Absurde Poesie des Mittelalters, 2010, p.138)
«[...] C’est que l’auteur d’un glossaire doit aussi s’informer des problèmes de la lexicologie. En la matière, il faut des guides sûrs et, partant du principe qu’un bon lexicologue est un lexicologue mort, je citerai trois noms, dont les travaux sont constamment présents à mon esprit: Lecoy 1984 et 1988, Henry 1960 et 1996 et Baldinger 1990. Pour les vivants, je citerai Möhren 1986, Städtler 1988, piliers du monumental Dictionnaire étymologique de l’ancien français (DEAF), qui oeuvre pour le renouveau des études sur le lexique de l’ancien français, Trotter 2005, qui pilote le remarquable The Anglo-Norman Dictionary (AND), et Matsumura 1999, qui est un excellent connaisseur de nos anciens textes et des régionalismes.»
«Come di consueto, le differenti entrate contengono, sparpagliati qua e là, dei veri e propri microsaggi di filologia, che forniscono una sorta di recensione permanente a tutte le edizione critiche di riferimento.»
«Personne ne comprend mieux que les rédacteurs de dictionnaires qu’en dépit de leur statut et de leur autorité, les dictionnaires ne sont jamais définitifs. Depuis longtemps, cependant, le DEAF est en train d’infirmer cette règle pour devenir au fil des années et des fascicules, un ouvrage quasi-définitif et en tout cas, inégalé, et irremplaçable. Les trois premiers fascicules de J montrent encore une fois pourquoi. Premièrement, une équipe bien rôdée et bien formée. [...] Deuxièmement, la rigueur et peut-être surtout l’honnêteté intellectuelle qui caractérisent depuis longtemps le DEAF. [...] Troisième (ou première...) garantie de qualité: l’éxhaustivité du travail sur les textes (ad fontes), que ce soit pour vérifier le sens d’une attestation, ou pour alimenter les articles. [...] Quatrième élément du DEAF qu’il faut souligner : un souci constant et louable d’innovation. [...] Enfin, cinquième atout, une collaboration visiblement étroite et efficace avec d’autres projets lexicographiques et avec d’autres chercheurs. [...] La présentation typographique est excellente; la reliure a su résister aux vents des plages des Côtes d’Armor (olim : du Nord), où nous avons lu ces trois fascicules. A la bibliothèque, aussi, le DEAF est vivement conseillé aux spécialistes de la langue française, qu’ils soient médiévistes ou non, car comme nous l’avons déjà signalé auparavant, c’est un dictionnaire qui refait avec une très grande compétence non seulement l’histoire du lexique de l’ancien français, mais du français tout court.»
«Continué et perfectionné par un élève de Baldinger, F. Möhren, auquel vient de succéder un élève des deux, Th. Städtler, il constitue un superbe couronnement philologique de la science allemande, rédigé en français, à une époque où précisément la science allemande a abandonné le terrain de la philologie, au moins pour le français.»
«Il faut savoir beaucoup de gré aux rédacteurs pour la belle persévérance dont ils font preuve. En scrutant lentement les vieux textes, ils découvrent, cachés dans l’ombre, des mots et des sens qui avaient échappé aux lecteurs trop habiles et trop pressés. Sous la poussière des siècles ils trouvent de l’or.»
«La rédaction du DEAF se poursuit avec une rigueur digne de tous éloges. Après G et H (et les index correspondants), voici achevée la lettre I et fort bien engagée la lettre J. La méthode reste inchangée: on est ébloui par la richesse de la documentation et par la précision exemplaire de son traitement.»
«Ce volume présente les mêmes caractères que les précédents: nombreuses investigations conduites sur les sources elles-mêmes, dans les cas difficiles sur les mss., rectifications de dates et de sens, attention portée aux premières attestations, informations étendues sur les graphies, discussion des interprétations anciennes, exploitation de textes techniques, recherche délibérée des mots rares et des emplois isolés, corrections faites au FEW, apports considérables, notamment dans ce fascicule, sur le vocabulaire des textes savants du XIVe siècle.»
«The ground-breaking Dictionnaire Etymologique de l'Ancien Français (DEAF) in Heidelberg (1971-) contains, in its richly-detailed discussions of etymology, usage and semantics, far and away the most comprehensive treatment of the lexis of medieval French which has yet been attempted. It is gratifying to note that Anglo-French is fully integrated into this most impressive dictionary.»
«La vaillante équipe du DEAF accélère toujours son allure, ce qui est de bon augure pour son avenir, auquel nous sommes de plus en plus nombreux à être très attachés [...] la méthode est parfaite et nous attendons déjà le premier fascicule de I, qui est déjà sous presse.»
«The appearance of the last fascicle of the DEAF's 'H' is of major significance not only for those working on French (modern as well as medieval), but also for the history of the impact of the Germanic languages (English, Dutch, various forms of German) on French. [...] By any standards the DEAF is a remarkable dictionary, and these four fascicles (an index is to follow) confirm the depth and breadth of analysis. [...] What the DEAF provides is nothing less than a complete, minutely-detailed rewriting of the history of French vocabulary [...].»
«Il fascicolo [=H3] contiene trattazioni magistrali così dal punto di vista della ricostruzione filologica delle forme tramandate come ancora da quello dello schizzo della fisionomia semantica o a quello della comparazione etimologica. L'erudizione storica e l'acume linguistico si incontrano e si compongono nel consegnarci articoli che valgono vere e proprie monografie.»
«En attendant sa suite, on devra lire et relire le présent fascicule du DEAF que l'équipe dirigée par Frankwalt Möhren a réalisé avec une minutie exemplaire.»
«On retrouve ici les fruits de leur travail qui est devenu une tradition: réflection approfondie sur l'étymologie (voir hardi¹, etc.), précision sur l'évolution des emplois, critique des sources [...], dégagement d'un sens principal qui sous-tend les occurrences variées [...], examen des hapax. Quand on pense au nombre restreint des rédacteurs, on ne peut qu'admirer le rythme accéleré qui semble être en un sens comme un contre-la-montre. [...] Le DEAF qu'il faut lire et relire sans cesse mérite une «aide désintéressée» de «chercheurs et d'amateurs de la langue».»
«Nous en savons gré à ses rédacteurs méticuleux qui ont le grand mérite de faire le point sur une discipline si fondamentale pour l'histoire de la langue française et en constante évolution (par l'accroissement et l'amélioration des matériaux ainsi que par la modification des points de vue) et d'établir les standards pour toute entreprise de lexicographie historique à venir.»
«... Bref, l'éclat du jeune dictionnaire fait pâlir tous ses devanciers. Il va sans dire que le contenu est digne de cette présentation et aucun doute n'est permis: le dictionnaire a trouvé un rythme, la respiration de l'ouvrage est celle d'un être en pleine santé, dans ce corps vivant, le chief et les membres se répartissent harmonieusement les tâches.»
«Il va sans dire que, tel quel, le DEAF est et demeure aux premiers rangs de la lexicographie/lexicologie française, dans le paysage de laquelle il a acquis une place originale et joue un rôle extrêmement stimulant.»
«Les faits sont établis avec une rigueur véritablement exemplaire, les analyses sont finement menées et rien n'est jamais laissé dans l'ombre. Il faut dire, ou redire, ici que le DEAF n'est pas seulement ce qu'annonce son titre: c'est aussi le meilleur modèle de description du lexique d'une langue romane médiévale. [...] Bref, on a là une contribution majeure à la lexicologie romane.»
«Der wichtigste Nutzen des etymologischen Kommentars im DEAF ist sicherlich darin zu sehen, daß er den jüngsten Stand der Diskussion dokumentiert und somit die nach mehreren Jahrzehnten sicherlich notwendige Aktualisierung der entsprechenden Artikel des FEW darstellt. Mit dem DEAF wird also sozusagen dem Veralten des FEW ein Riegel vorgeschoben [...].»
«Der DEAF begnügt sich nicht mit der ungeprüften Zusammenstellung fremder Materialien, sondern überprüft sie, teilweise bis zur Handschrift, und zieht in stetig steigendem Maße eigene Exzerptionsergebnisse heran.»
Neben der beachtlichen Materialergänzung zu den beiden afr. Standardwerken Gdf und TL wird der DEAF für alle Mediävisten unentbehrlich werden wegen des hervorragenden philologischen und wortgeschichtlichen Kommentars, der eine neue Grundlage schafft für die altfranzösische Lexikologie und Textkritik. [...] Die eingeschlagene methodologische Ausrichtung, die übersichtliche Drucklegung und der bisher gezeigte Arbeits- und Publikationsrhythmus sind vorbildlich. Im Interesse einer kontinuierlichen Fortsetzung dieser Forschungsarbeit ist nur zu hoffen, daß auch die notwendigen Subventionen für dieses wichtige Grundlagenwerk weiterhin zur Verfügung stehen.
Höchste Ehrung für Frankwalt Möhren"> Am 23. März 2018 wurde Frankwalt Möhren zum Associé étranger de l'Académie des Inscriptions et Belles-Lettres (AIBL) gewählt.
Er hat somit einen der 40 Stühle der associés étrangers dieser ältesten französischen, im Jahr 1663 gegründeten Wissenschaftssozietät inne.
Im Rahmen der 'Heidelberger lexikographischen Monate' bietet der DEAF jungen Forschern ein viermonatiges Praktikum, in dem sie eine Einführung in lexikographische und textphilologische Methoden erfahren.
Am 12.09.2018, Sabine Tittel hielt in Neuchâtel einen Vortrag im Rahmen der "Inauguration du portail web du Glossaire des Patois de la Suisse Romande". Unter dem Titel "Les derniers développements du DEAF électronique vers le Semantic Web comme Linked Open Data" stellte Frau Tittel die Möglichkeiten der Transformation der Wörterbuchdaten in das Graphformat RDF dar.
Am 9.10.2018 in Leipzig, Sabine Tittel hat am Workshop "(Digitale) Publikationsformen)" der AG eHumanities der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften teilgenommen und einen Vortrag mit dem Titel "Der Einsatz von RDFa für die Verknüpfung von Onlineedition und Onlinewörterbuch des mittelalterlichen Französisch" gehalten.
Am 18.07.2018, hielt in Ljubljana ein Vortrag im Rahmen den International Kongress EuraLex, mit dem Tittel "Historical Corpus and Historical Dictionary: Merging Two Ongoing Projects of Old French by Integrating their Editing Systems". Die Publikation finden Sie hier.
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Am 23.03.2018 hielt Sabine Tittel in Nancy, Université de Lorraine, einen Vortrag im Rahmen der Ausbildung des European Master of Lexicography -- EMLex 2018 -- über den DEAF: "People, Paper, Online, Ongoing. The Dictionnaire étymologique de l'Ancien Français (DEAF) and its place in eLexicography".
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Am 19. und 20. März 2018 fand in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften ein Workshop zum Forschungsprojekt "RomaniO – Ontologie zu Lebens- und Wissenswelten des romanischsprachigen Mittelalters anhand transversaler Fallstudien zu Recht, Medizin und Astronomie" statt. Zu diesem Workshop, finanziert von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, hatte der DEAF unter der Leitung von Sabine Tittel eingeladen. Er vereinte rund 20 Experten aus den Disziplinen der französischen, okzitanischen, gaskognischen und italienischen Philologie sowie der angewandten Computerlinguistik (aus Deutschland, Italien und der Schweiz). Die Teilnehmer hielten Impulsvorträge zu verschiedenen Themen, die zu fruchtbaren Diskussionen überleiteten. Das interdisziplinäre Brainstorming führte dazu, dass das geplante Forschungsprojek RomaniO strukturell und inhaltlich weiter entwickelt werden konnte.
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Für das ERC-Projekt The Value of Old French, das am King's College in London angesiedelt ist und das mit 1,7 Millionen Pfund vom European Research Council gefördert wird, haben Stephen Dörr und Marcus Husar einen Blog geschrieben, in dem die computergestützte Bearbeitung des Wortschatzes und die Zusammenarbeit mit dem DEAF skizziert wird. Den Text finden sie hier.
Sabine Tittel hat am Workshop "Geisteswissenschaftliche Forschungsdaten. Methoden zur digitalen Erfassung, Aufbereitung und Präsentation" der AG eHumanities der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, 18.-20. Oktober 2017, der in Mainz stattfand, teilgenommen und einen Vortrag mit dem Titel "Transformation des DEAF in Linked Open Data mit OntoLex-Lemon" gehalten, der zu einer regen Diskussion führte.
Vom 26.-30.06.2017 nahm Sabine Tittel am „2nd Summer Datathon on Linguistic Linked Open Data (SD-LLOD-17)“ teil, der von der Universidad Politécnica de Madrid in Cercedilla, Spanien, durchgeführt wurde. Die wissenschaftliche Leitung hatten Jorge Gracia (Ontology Engineering Group, Universidad Politécnica de Madrid), John Philip McCrae (Insight Centre for Data Analytics, NUI Galway) und Christian Chiarcos (ACoLi - Goethe University Frankfurt) inne. Der Workshop hatte zum Ziel, die Teilnehmer in Technologien des Semantic Web / Linguistic Linked Data auszubilden, darunter primär OntoLex-lemon-Modell und NLP Interchange Format (NIF). Der größte und wichtigste Teil der Veranstaltung war der tatsächliche sogenannte Datathon, der daraus bestand, in „Mini Projects“ ein eigenes Projekt mit eigenen Daten zu bearbeiten. Sabine Tittel hat eines von sieben Projekten geleitet: "Linking Corpus and Dictionary Data with Linked Open Data". Das Ziel war, mithilfe der "Linked Open Data" Technologien das "Wort im Textkorpus" mit dem "Wort im Wörterbuch" so zu verknüpfen, dass diese Verknüpfung zum einen die Rolle des Glossars der Textedition ersetzen kann und zum anderen die so gewonnenen Daten im Semantic Web mittels Suchabfragen erreicht werden können. Von den insgesamt 30 Teilnehmern waren fünf Teil des Teams, dessen Erfolg damit belohnt wurde, dass 66% aller Teilnehmer am Schluss der Veranstaltung das Projekt mit dem „Datathon Best Mini Project Award“ gekürt haben. Bilder der Woche sind auf Twitter gepostet: #sdllod17.
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Vom 9.-11.11.2016 nahm unsere Redakteurin Sabine Tittel am Workshop „Nachnutzung und Nachnutzbarkeit der Forschung im Akademienprogramm“ der AG „eHumanities“ der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste Düsseldorf teil und hielt einen Vortrag mit dem Titel „Dictionnaire étymologique de l’ancien français: Nachnutzbarkeit von Arbeitsumgebung und Forschungsdaten des DEAF“.
Die Sommerschule 2016 zur Edition mittelalterlicher Texte fand unter der Leitung von Stephen Dörr (DEAF Heidelberg), Franz Lebsanft (Bonn), Richard Trachsler (Zürich), Raymund Wilhelm (Klagenfurt) und Fabio Zinelli (Paris) in Klagenfurt statt und richtete sich hauptsächlich an Masterstudenten, Doktoranden und Post-Doktoranden. In den morgendlichen Kurseinheiten wurde die Theorie und Praxis der Ekdotik vermittelt, während in denen am Nachmittag stattfindenden "Ateliers" eine Textedition angefertigt wurde, mit dem Ziel diese zu publizieren.
Vom 18.- 23. Juli 2016 fand in Rom der 28. Congresso Internazionale di Linguistica e Filologia Romanza statt, auf welcher der DEAF reichlich vertreten war. Thomas Städtler hatte, gemeinsam mit Stefano Asperti, den Vorsitz über die Sektion "Latino e lingue romanze". Sabine Tittel hielt mit Martin Gleßgen einen Vortrag zum Thema "Le Dictionnaire de l’ancien gascon électronique – DAGél" und Stephen Dörr beteiligte sich mit einem Beitrag zum Thema "Le Roman de la Rose – exemple prototypique de diasystèmes entre tradition manuscrite et imprimés". Unsere Doktorandinnen Laura Henkelmann und Theresa Schmitt hielten einen Vortrag zum Thema "Entre astronomie et géomancie – l’apport du moyen latin à la compréhension des textes scientifiques".
Am 25. Juni 2016 fand in Kooperation der Universität Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe der Mittelaltertag 2016 in der Neuen Universität Heidelberg statt. Hier konnten Mittelalterinteressierte diverse Forschungsbereiche, sowie Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten rund um das Mittelalter kennenlernen und aktiv an Seminaren teilnehmen. Der DEAF bot in diesem Rahmen einen “Werkstatt-Besuch” rund um das Thema «Der Dictionnaire étymologique de l’ancien français (DEAF) - Wie entsteht ein altfranzösisches Wörterbuch in Heidelberg?» an.
Am 6. Juni 2016 fanden sich Simon Gaunt und Simone Ventura vom Londoner King's College in den Räumlichkeiten des DEAF zum wissenschaftlichen Austausch bezüglich des Projekts "The Values of French Literature and Language in the European Middle Ages" ein. Ein lesenswerter Bericht dazu hier.
Am 27. Februar 2016 fand in Heidelberg die alljährliche Kinderuni statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung bot der DEAF den bis auf den letzten Platz ausgebuchten Workshop "Elefanten und Einhörner - Lesen und Verstehen von mittelalterlichen Texten in handgeschriebenen Büchern" an. [Pressemitteilung]
Vom 14. bis 16. September 2015 fand in Heidelberg im Rahmen der AG “Elektronisches Publizieren” ein Workshop der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zum Thema “Historische Semantik und Semantic Web” statt. Unsere Redakteurin Sabine Tittel referierte über das Thema “Semantische Integration von Wissen zum Europäischen Mittelalter: Ein Projekt der europäischen Lexikographie”. Programm des Workshops hier einsehbar.
Vom 7.-8. September 2015 fand an der Universität Zürich, organisiert von David Trotter und Martin Glessgen, ein internationales Kolloquium zum Thema “La régionalité lexicale du français au Moyen Âge” statt. Der DEAF wurde vertreten durch Sabine Tittel: La régionalité lexicale de l’ancien français (1100–1350), Thomas Städtler: Le français régional en contexte latin après 1100 und Frankwalt Möhren: La régionalité dans le DEAF.
Am 27. Juni 2015 fand in Kooperation der Universität Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe der Mittelaltertag 2015 in der Neuen Universität Heidelberg statt. Hier konnten Mittelalterinteressierte diverse Forschungsbereiche, sowie Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten rund um das Mittelalter kennenlernen und aktiv an Seminaren teilnehmen. Der DEAF bot in diesem Rahmen das Seminar «Zukunftsvorhersage im Mittelalter - Selbstversuch anhand der “Geomantik”» an.
Vom 16. bis 17. März 2015 hielten das Management Committee sowie die vier Arbeitsgruppen der COST Action "Medieval Europe - Medieval Cultures and Technological Resources" als Gäste des SISMEL in Florenz ihre Schlusssitzung ab. Thomas Städtler und Sabine Tittel nahmen daran teil. In mehreren Vorträgen wurden die während der COST Action erarbeiteten Lösungsansätze zur Standardisierung von Informationen zum Mittelalter behandelt. Die beiden Projektanträge (bei "Horizon 2020" der Europäischen Union) "Lexicographic Semantic Integration in the European Middle Ages – LexEMA" (Sabine Tittel) und "Mobility of Medieval manuscripts in the Middle Ages – MOMENTUM", die aus der COST Action hervorgingen, wurden vorgestellt und ihre Stärken und Schwächen diskutiert.
Am 7. Februar 2015 fand in Heidelberg von 10-17 Uhr die alljährliche Kinderuni statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung bot der DEAF den Workshop "Elefanten und Einhörner - Lesen und Verstehen von mittelalterlichen Texten in handgeschriebenen Büchern" an. Das Seminar war bis auf den letzten Platz ausgebucht und unsere jungen "Mitarbeiter" traten begeistert - mit dem Vorhaben noch weiter in der mittelalterlichen Handschrift zu schmökern - den Heimweg an.
Since March 2011, the DEAF has been participating in COST Action IS1005 «Medieval Europe: Medieval Cultures and Technological Resources», which brings together projects from twenty-one European countries and Israel. The COST Action aims to increase accessibility to and integration of medieval research results and tools through the combination of Medievalist scholarship and modern technologies within a Virtual Center for Medieval Studies (VCMS). Thomas Städtler chairs Working Group 3 «Textual Corpora and Reading Tools» of the COST Action and is a member of the Action's Management Committee and Steering Group.
On the 24th of May 2011, Thomas Städtler (DEAF), Annette Kehnel (University of Mannheim) and Ludger Lieb (University of Heidelberg) hosted an international colloqium on the theme of the COST Action, in which Agostino Paravicini Bagliani (SISMEL Florence and University of Lausanne) participated as keynote speaker.
From the 3rd to the 5th of November 2011, the Management Committee and the four working groups of the COST Action met in Heidelberg as guests of the DEAF and of the Heidelberg Academy of Sciences and Humanities. During this meeting, several existing databases which could serve as models for a larger-scale network of Medievalist resources were presented, and possibilities of integration between the participating projects were discussed.
From the 17th to the 19th of October 2013, the Management Committee of the COST Action met in Budapest and dealt with the future of the VCMS - Virtual Centre for Medieval Studies.
On the 25th and 26th of April 2013 the workshop «Connecting Textual Corpora and Dictionaries» took place in Krakow/Poland under the direction of Sabine Tittel, Prof. Michał Rzepiela and Krzysztof Nowak. For more information concerning this workshop, visit the homepage of the Instytut Języka Polskiego.
On the 13th and 14th of January 2014 the workshop «Structure and draft of a 1st application» took place at the Acedemy of Sciences in Heidelberg.
On the 16th and 17th of March 2015 the Management Committee and the four work groups of the COST Action «Medieval Europe - Medieval Cultures and Technological Resources» attended the closing session in Florence. Several presentations dealt with the different approaches to a standardization of information concerning the Middle Ages. The two applications (for "Horizon 2020" of the European Union) "Lexicographic Semantic Integration in the European Middle Ages – LexEMA" (Sabine Tittel) und "Mobility of Medieval manuscripts in the Middle Ages – MOMENTUM", which arose from the COST Action, were presented and their strengths and weaknesses were discussed.
To date, the DEAF has made the following scientific contributions to the objectives of the COST Action:
Am 16. und 17. Januar 2015 fand in Nancy (ATILF) das internationale Kolloquium "Éditions électroniques, études de corpus et bases textuelles dans les études médiévales" statt, das von der «Société de Langues et de Littératures Médiévales d’Oc et d’Oïl – SLLMOO» organisiert wurde. Sabine Tittel hielt dort den Vortrag «Réunir une base de données textuelles et la lexicographie historique: les Plus anciens documents linguistiques de la France et le Dictionnaire étymologique de l’ancien français», der zu einer angeregten Diskussion über die Möglichkeiten der zukünftig engeren Kooperation von elektronischen Editionen, Korpusprojekten und Wörterbüchern führte.
Die Sommerschule zur Edition mittelalterlicher Texte fand unter der Leitung von Raymund Wilhelm, Franz Lebsanft, Richard Trachsler, David Trotter, Fabio Zinelli und Stephen Dörr in Klagenfurt statt und richtete sich hauptsächlich an Masterstudenten, Doktoranden und Post-Doktoranden. In den morgendlichen Kurseinheiten wurde die Theorie und Praxis der Ekdotik vermittelt, während in denen am Nachmittag stattfindenden Ateliers eine Textedition angefertigt wurde (DixCommNeroW), mit dem Ziel diese zu publizieren.
Stephen Dörr und Sabine Tittel fuhren vom 12. bis 13. Dezember 2013 an die Universität Rostock zum «Atelier lexicographique – Taller lexicográfico: Die Digitalisierungsprojekte des Dictionnaire Étymologique de l’Ancien Français und des Diccionario del Español Medieval - Tagung und Arbeitstreffen». Nach Vorträgen von Prof. Dr. Rafael Arnold (Rostock), Prof. Dr. Jutta Langenbacher (Paderborn), Stephen Dörr und Sabine Tittel wurden intensiv alle Aspekte der geplanten Digitalisierung des Materials zum altspanischen Wörterbuch (Diccionario del Español Medieval - DEM) erörtert: Art des Materials, Digitalisierungsschritte, Datenbankstruktur, Benutzeroberfläche (GUI), technische Umsetzung, Onlinepublikation, etc. Es wurde eine enge Kooperation vereinbart, sodass das altspanische Digitalisierungsprojekt auf den Erfahrungen des DEAF aufbauen kann.
Sabine Tittel hat in der Sektion «Quelle philologie pour quelle lexicographie?» einen Vortrag mit dem Titel «Quelle philologie pour la lexicographie du corpus» gehalten. Zudem hat sie zusammen mit Martin-Dietrich Gleßgen (Zürich) in der Sektion «Projets en cours; ressources et outils nouveaux» einen Vortrag mit dem Titel «Bases de données textuelles et lexicographie historique: Comment réunir les Plus anciens documents linguistiques de la France et le DEAF?», gehalten. Einem großen Publikum stellte dieser Vortrag die junge Kooperation des DEAF mit dem Projekt DocLing - Les plus anciens documents linguistiques de la France vor; diese Kooperation ist die erste der Art, die ein umfangreiches Wörterbuchprojekt mit einem ebensolchen korpuslinguistischen Projekt verbindet und stieß auf ein sehr großes Interesse.
Lisa Šumski hat in der Sektion «Philologie textuelle et éditoriale» einen Vortrag mit dem Titel «Comment éditer l'Ovide moralisé en vers? Microvariance lexicale et macrovariance au sein du livre X» gehalten, bei welchem das Hauptaugenmerk auf der Interpretation lexikalischer Varianten in den einzelnen Handschriften lag.
Zusammen mit Yan Greub, dem Leiter des Französisch Etymologischen Wörterbuchs, hatte Stephen Dörr die eintägige Sektion «Quelle philologie pour quelle lexicographie?» organisiert und leitete diese, wobei in elf Vorträgen von Referenten aus sieben Ländern der Frage nachgegangen wurde, auf welcher Editionsbasis wissenschaftliche Wörterbücher erstellt werden können und sollen. Die sehr große Zahl an Hörern und die Diskussion über die Methoden belegte den hohen Stellenwert, den die wissenschaftliche Gemeinschaft sowohl der Editionsphilologie als auch der Lexikographie beimisst.
Thomas Städtler hatte die Ehre, einen der fünf Plenarvorträge des Kongresses zu halten. Er sprach unter dem Titel «Pour une réconciliation entre théorie et pratique: le cas de la sémantique historique» über die Analysemethoden der historischen semantischen Theorie, Bedeutungsveränderungen und lexikalischen Wandel zu beschreiben und zu erklären, und über die Anwendungsmöglichkeiten der daraus resultierenden Erkenntnisse in den historischen Wörterbüchern des Französischen.
Während des Kongresses wurde Thomas Städtler für seine wissenschaftlichen Leistungen der Prix Albert Dauzat der Société de Linguistique Romane verliehen.
Am 4. Juli 2013 wurde Thomas Städtler zum außerplanmäßigen Professor an der Philologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ernannt.
Am 15. und 16. November 2012 fand an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eine internationale Tagung zum Thema "Transcrire et/ou traduire – Trascrizione/traduzione – Abschreiben oder Übersetzen? Variation et changement linguistique dans la tradition manuscrite des textes médiévaux" statt. Lisa Sumski hielt einen Vortrag über «Variation et changement linguistique dans la tradition manuscrite de l’Ovide moralisé en vers: Le plus ancien manuscrit Rouen Bibl. Mun. 1044 [O.4] et le groupe Z»; Stephen Dörr referierte über das Thema «Textes d’autorités – autorité de textes». Weitere Informationen finden sich hier.
Am 22. Juli 2012 wurde Prof. Dr. Frankwalt Möhren anlässlich seines 70. Geburtstags eine Festschrift überreicht. Weitere Informationen und Fotos finden sich hier.
Zusammen mit Raymund Wilhelm gibt Stephen Dörr die Reihe Romanische Texte des Mittelalters (RTM) heraus, die im Winter Verlag erscheint. Die Bände der neuen Reihe möchten bislang wenig bekannte Texte in wissenschaftlich gesicherten Editionen zugänglich machen. Dabei sollen möglichst unterschiedliche Diskurstraditionen berücksichtigt werden: Fach- und Sachtexte des Alltags sind hier ebenso von Interesse wie Texte aus den Bereichen der Wissenschaft, der Religion, des Rechts, der Literatur etc. Es werden sowohl Einzeltexte als auch Anthologien aufgenommen. Das Interesse gilt der Textproduktion der gesamten Romania in der Zeit vor der Etablierung der nationalen Sprach- und Kommunikationsräume. Somit können auch die «kleineren», nur regional bedeutsamen Idiome berücksichtigt werden, die zum Teil nur in Ansätzen eigene Schreibtraditionen ausgebildet haben. Die Bände der Reihe sind als Forschungsbeiträge sui generis konzipiert. Sie sind somit auch als Grundlage universitärer Lehrveranstaltungen geeignet.
Erschienen bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG) Darmstadt ist die Edition Guillaume de Digulleville. Le Pelerinage de Vie humaine – Die Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem, herausgegeben von Veit Probst, bearbeitet von Sabine Tittel, Stephen Dörr, Frankwalt Möhren und Thomas Städtler (mit Beiträgen von Wolfgang Metzger, Karin Zimmermann). DEAF-Sigel: PelVieD.
Ein frommer Mönch erzählt von seiner Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem. Doch er hat nur geträumt. Der hier erstmals ins Deutsche übertragene Text ist eine allegorische Dichtung, in der dem Ich-Erzähler diverse Personifikationen der Tugenden und Laster begegnen, bevor er am Ende aller Hindernisse zum Trotz sein Ziel erreicht und aus dem Traum erwacht. Autor dieser Pilgerreise ist der Zisterzienser Guillaume de Digulleville (1295 – nach 1358). Hoch gebildet gibt er eine äußerst interessante und dabei besonders abwechslungsreiche Einführung in das scholastisch geprägte religiöse Denken des Spätmittelalters. Diese Edition macht die Heidelberger Prachthandschrift des Werkes endlich allgemein zugänglich. Sie bietet ein Faksimile der Handschrift, den altfranzösischen Text mit deutscher Übersetzung, einen ausführlichen Kommentar und ein Glossar. Die Handschrift weist eine überaus reiche malerische Ausstattung mit 126 Miniaturen und einem komplexen Dekorationssystem auf, das von der sorgfältigen Kalligraphie des Textes und den in Gold und Farben ausgeführten Initialen bis zu dem charakteristischen Rahmen- und Rankenwerk der Seiten reicht.
Le Pelerinage de Vie humaine – Die Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem, WBG 2013
Die Edition wurde der Öffentlichkeit am 2. Juli 2013 im Handschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek Heidelberg vom Direktor der Universitätsbibliothek Dr. Veit Probst und dem Forschungsstellenleiter des DEAF PD Dr. Thomas Städtler vorgestellt. Grußworte sprachen der Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof, sowie Jasmine Stern von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt. Über die Präsentation berichtete der SWR in der Sendung «Landesschau aktuell».
Das Glossar zur Edition Guillaume de Digulleville. Le Pelerinage de Vie humaine – Die Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem ist, in einer erweiterten Version, als PDF zugänglich.
Der DEAF war auf dem von der Universität Heidelberg und der Hochschule für Jüdische Studien unter dem Motto «Faszination Mittelalter – Das Mittelalter erleben und studieren» organisierten Mittelaltertag vertreten und wurde dort von Lisa Šumski und Thomas Städtler mit einem Informationsstand vorgestellt.
Präsentation am 2. Juli 2010 mit Vorträgen von René Witte (Montréal) und Sabine Tittel (DEAF) in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 28. Februar 2009.
Der Secrétaire perpétuel der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, Institut de France, hat Frankwalt Möhren mitgeteilt, daß die Académie des Inscriptions et Belles-Lettres ihm ‘für die Gesamtheit seines Werks und insbesondere für den Dictionnaire Étymologique de l'Ancien Français (DEAF)’ den Prix Honoré Chavée verliehen hat (Mai 2007).
Die Kinder-Uni Heidelberg besucht den DEAF zu Vorlesung und Workshop (Februar 2006).
Internationale intradisziplinäre Tagung zur Lexikographie, Berlin, Oktober 2002.
L'avenir de la lexicographie historique — L'exemple du Dictionnaire Etymologique de l'Ancien Français, Heidelberg, 28. — 30. Juni 2001.
Seit dem Wintersemester 2000/2001 organisiere ich gemeinsam mit Prof. Dr. Raymund Wilhelm ein regelmäßig tagendes "Mediävistisches Kolloquium am Romanischen Seminar".
In diesem Rahmen finden wissenschaftliche Vorträge zu sprachwissenschaftlichen, literaturwissenschaftlichen und textphilologischen Themen aus dem Bereich des romanischen Mittelalters statt. Das "Mediävistische Kolloquium" richtet sich dabei nicht nur an Kollegen sondern insbesondere auch an Studenten. Es bietet ein Forum, das den Dialog zwischen den Sprach- und Literaturhistorikern des Romanischen Seminars, den Mitarbeitern der romanistischen Wörterbuchprojekte der Heidelberger Akademie Wissenschaften und interessierten Studenten befördern möchte.
04.-05.02.2010: Kolloquium 'Edizione dei testi e linguistica storica / Édition de textes et linguistique historique'.
28.06.2007: Journée d'étude / Studientag Mediävistik
'Intorno a Dante / Reisebilder - Sprachreflexion - Übersetzen'.
29.10.2006: Journée d'étude / Studientag Mediävistik
'Traduire au Moyen Âge / Übersetzen im Mittelalter'.
29.06.2006: Giornata di studio / Studientag
Bonvesin da la Riva - La cultura scritta nella Milano del Medioevo: Die Schriftkultur im mittelalterlichen Mailand.
26.01.2006: Studientag Mediävistik: 'Textedition und Sprachgeschichte'.
23.6.2005: Eva-Maria Guida (Heidelberg): 'Der Wortschatz des Altspanischen aus der Sicht des Diccionario del español medieval (DEM): Ergebnisse und Perspektiven'.
7.7.2005: Tino Licht (Heidelberg): 'Metzer Literatur des 11.Jahrhunderts: Die Passio Sanctae Luciae metrica des Sigebert von Gembloux'.
13.5.2004: Volker Mohr (Heidelberg): 'Französisch' und 'Englisch' im mittelalterlichen England: Anglistische Forschungsmeinungen im Überblick.
19.1.2004: David Trotter (Aberystwyth): L'anglo-normand: la part de l'anglo, la part du normand.
27.5.2003: Frankwalt Möhren (Heidelberg): Mittelalterliche Geometrie - zwischen Papyrus und Computer.
17.7.2003: Folker Reichert (Stuttgart): Die Asienreise Odoricos da Pordenone und die Versionen seines Berichts.
10.12.2002: Raymund Wilhelm (Heidelberg): Sprachgeschichte und Textedition. Zum altmailändischen Alexiuslied von Bonvesin de la Riva.
4.2.2003: Luigi Catalani (Berlin): Die Entwicklung der Negationsstruktur im Mittelfranzösischen.
27.5.2002: Monika Tausend (München): Romanistische Wörterbücher: Altokzitanisch. Von Raynouard zum Dictionnaire de l'occitan médiéval (DOM).
15.7.2002: Thomas Städtler (Heidelberg): Ein Michelstädter Handschriftenfragment: Zeugnis eines verloren geglaubten Heldenepos?
19.11.2001: Klaus Heitmann (Heidelberg): Altfranzösische Literatur des 10. Jahrhunderts: La vie de saint Léger.
4.2.2002: Edgar Radtke (Heidelberg): Eine Bologneser Buchhaltungsnotiz aus der ersten Hälfte des Trecento?
18.6.2001: Sabine Tittel (Heidelberg): La Grande Chirurgie von Gui de Chauliac: Teiledition und lexikalische Analyse.
2.7.2001: Erdmuthe Döffinger-Lange (Stuttgart): Der Gauvain-Teil in Chrétiens Conte du Graal.
15.1.2001: Silvia Albesano (Pavia): 'Volgarizzare' il De consolatione philosophiae di Boezio: due traduttori trecenteschi a confronto (Grazia di Meo, Alberto della Piagentina).
5.2.2001: Marc Kiwitt (Paris): Der Fiebertraktat Fevres - ein altfranzösischer Text in hebräischer Schrift.
La déclaration de Heidelberg | The Heidelberg Declaration | Die Heidelberger Erklärung |
Préambule | Preamble | Präambel |
| L'homme tente de se situer dans le présent par des références à l'histoire, références dont il se sert aussi pour atténuer les craintes devant les incertitudes de l'avenir. En même temps, il oriente ses actions en accord avec le passé tel qu'il l'entend. C'est la raison d'être des sciences historiques et, depuis l'Antiquité, de l'étude historique des langues. Le XIXe siècle a fixé les contours de la lexicographie moderne comme de nombreuses autres sciences: on lui doit notamment de grands thesaurus où sont rassemblés les matériaux qui servent toujours de base à la recherche linguistique. Le XXe siècle a promu les sciences du langage et a diversifié les approches théoriques. La première année du XXIe siècle a été déclarée Année européenne des langues, ce qui invite à la réflexion sur le statut et sur le rôle de la lexicologie. | It is characteristic of mankind that we try to find our bearings in the present by referring back to history, using such references also in order to mitigate our anxieties about the uncertainties of the future. At the same time our actions tend towards conformity with the past as we perceive it. This is the reason for the very existence of the historical sciences and the historical study of language since Antiquity. The nineteenth century laid down the parameters of modern lexicography, along with those of many another branch of learning: in particular, it is to be credited with the production of comprehensive reference works embodying the material on which linguistic research is still based at the present day. The twentieth century advanced linguistic studies further and widened the scope of theoretical inquiry. The first year of the 21st century has been declared the European Year of Languages, and this prompts us to reflect on the status and the role of lexicology. | Der Mensch versucht, sein Dasein in der Gegenwart durch historische Bezüge zu verstehen, und er nutzt diese auch, um Ängste vor der ungewissen Zukunft abzubauen. Zugleich orientiert er sein Handeln an der Vergangenheit, so wie er sie wahrnimmt. Aus diesem Grund gibt es historische Wissenschaften und, seit der Antike, historische Sprachbetrachtung. Das 19. Jahrhundert hat neben zahlreichen anderen Wissenschaften der modernen Lexikologie Gestalt gegeben, hat große Übersichtswerke geschaffen und Materialien zusammengetragen, die noch heute zu den Grundlagen der sprachwissenschaftlichen Forschung zählen. Das 20. Jahrhundert hat dieses Wissen erweitert und die Theoriediskussion vorangetrieben. Die Tatsache, daß das erste Jahr des 21. Jahrhunderts zum Europäischen Jahr der Sprachen erklärt wurde, bietet Anlaß, erneut über das Selbstverständnis und die Rolle der historischen Lexikologie nachzudenken. |
| La diversité linguistique de l'Europe et l'héritage pluriculturel lié aux langues s'opposent à l'idée d'une nation de type "melting- pot". On comprend que l'Européen se tourne vers des questions de son histoire. En effet, l'intérêt pour le devenir historique connaît un essor de plus en plus marqué, comme en témoigne, à titre d'exemples, la production de romans ou de films historiques ou le nombre croissant de visiteurs de musées. | The linguistic diversity of Europe and the pluricultural heritage bound up with its languages run counter to the notion of a nation as a "melting-pot". It is only natural that Europeans should ask questions of their history. Indeed, there is an increasingly noticeable upsurge of interest in historical developments, as is shown for example by the production of historical novels or films or by the growing number of visitors to museums. | Die sprachliche Vielfalt Europas und das an die Sprachen gebundene plurikulturelle Erbe stehen der Idee einer Schmelztiegelnation entgegen. Es ist verständlich, daß sich die europäischen Menschen Fragen ihrer Geschichte zuwenden. Tatsächlich erlebt das Interesse am historischen Werden einen bemerkenswerten Aufschwung. Stichworte sind etwa: Menschheitsgeschichte, Regional- und Lokalgeschichte, historische Romane und Filme, Museen. |
| Face au flot désordonné des informations et à la globalisation, et, par là, à la dépersonnalisation de larges secteurs de la vie, la richesse du passé européen prend une nouvelle valeur stabilisatrice. Il s'y ajoute qu'en considérant l'évolution historique, les développements les plus récents peuvent être compris comme une continuation et un élargissement du savoir transmis. La masse des données historiques tempère la course rapide et fiévreuse de la vie moderne. | In view of the flood of disparate information as well as globalization, leading to the depersonalization of large domains of life, the wealth of the European past takes on a new stabilizing value. Besides, in the light of historical evolution, the most recent developments may be seen as a continuation and an extension of knowledge already handed down. The mass of historical data tempers the rapid, hectic pace of modern life. | Angesichts der ungeordneten Informationsflut und der Globalisierung und damit Entpersönlichung weiter Bereiche des Lebens gewinnt der Reichtum der europäischen Vergangenheit einen neuen, stabilisierenden Wert. Darüber hinaus können die jüngsten Entwicklungen durch den Blick auf das historisch Gewachsene als Fortsetzung und Ausweitung des tradierten Wissens betrachtet werden. Die Masse der historischen Verknüpfungen beruhigt dabei das als rasant und hektisch empfundene moderne Leben. |
| Partant de telles observations, le Colloque sur l'avenir de la lexicologie historique, qui se tient à Heidelberg du 28 au 30 juin 2001, et qui réunit des représentants éminents de la lexicographie historique venus de France, de Grande Bretagne et d'Allemagne, aborde trois aspects: | Starting from this background the Colloquium on the Future of Historical Lexicography, held at Heidelberg from the 28th to the 30th of June 2001, brings together leading representatives from France, Britain and Germany to focus on three aspects of the question: | Vor dem Hintergrund solcher Beobachtungen findet vom 28. bis zum 30. Juni 2001 in Heidelberg das Kolloquium zur Zukunft der historischen Lexikographie statt, an dem führende Vertreter der historischen Lexikographie aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland teilnehmen. Drei Aspekte stehen dabei im Blickpunkt: |
| - la lexicologie historique au XXIe siècle, avec le Dictionnaire étymologique de l'ancien français comme point focal; | - historical linguistics in the 21st century, concentrating on the Dictionnaire étymologique de l'ancien français; | - die Lexikographie des 21. Jahrhunderts am Beispiel des Dictionnaire étymologique de l'ancien français, |
| - l'implication des techniques modernes de publication, de consultation et de vulgarisation des dictionnaires et l'usage positif de ces techniques par la science; | - the implications of using new techniques in the publication, access for consultation and dissemination of dictionaries, together with the productive use of these techniques in research; | - die Anwendung moderner Techniken auf Publikation, Verbreitung und Konsultation von Wörterbüchern und die positive Nutzung dieser Techniken durch die Wissenschaft, sowie, |
| - les enjeux socio-culturels de la recherche historique et spécialement lexico-historique dans le présent et dans l'avenir (discussion publique sous le titre de La langue comme mémoire, avec la participation de philologues, historiens et essayistes-journalistes). | - the socio-cultural issues arising from historical research and especially historical lexicology, present and future (an open discussion under the heading Language is Memory, involving philologists, historians and essayist-journalists). | - in einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit dem Titel Sprache ist Gedächtnis, die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz der historischen und speziell lexikologisch-historischen Forschung in Gegenwart und Zukunft, unter der Beteiligung von Philologen, Historikern und Schriftstellern bzw. Journalisten. |
| Les participants du colloque attachent de l'importance à quelques réflexions sur la lexicologie et la lexicographie de l'avenir. | Those taking part in the colloquium stress the importance of certain considerations regarding lexicology and lexicography in the future. | Die Teilnehmer des Kolloquiums messen einigen Gedanken hinsichtlich des Selbstverständnisses der zukünftigen Lexikographie große Bedeutung bei. |
1. Anthropologie | 1. Anthropology | 1. Anthropologie |
| La lexicologie historique est une partie inséparable de l'anthropologie historique et par là même une des pièces maîtresses dans la représentation de l'héritage culturel de l'humanité. Relevant d'exigences scientifiques précises, elle se doit de définir ses principes, ses méthodes et ses instruments et de les développer en se référant aux meilleures traditions et aux besoins du présent. | Historical lexicology forms an inalienable part of historical anthropology and is thus a key component in illustrating the cultural heritage of mankind. In terms of exacting scientific standards, lexicology is duty bound to define its principles, its methodology and its tools, and to take them forward in line with the best traditions and the requirements of today. | Die historische Lexikologie ist fester Bestandteil der historischen Anthropologie und somit einer der Hauptträger der Vergegenwärtigung des Kulturerbes der Menschheit. Als Wissenschaft muß sie selbst ihre Prinzipien, Methoden und ihr Instrumentarium bestimmen und - an den besten Traditionen und den Bedürfnissen der Gegenwart orientiert - entwickeln. |
2. Intérêt culturel | 2. Cultural interest | 2. Kulturelles Interesse |
| L'intérêt que l'homme porte à son passé culturel justifie aussi son intérêt pour la lexicologie, celle-ci étant la science qui recherche et communique les contenus du lexique, porteurs de l'héritage culturel accumulé. Il s'en suit qu'elle effectue la recherche fondamentale sans laquelle les valeurs du passé ne sauraient porter fruit pour le présent et pour l'avenir. | Mankind's interest in their cultural past brings with it an interest in lexicology as being the branch of learning that investigates and disseminates knowledge of the words which act as the vehicles for our accumulated cultural heritage. In this way lexicology carries out the basic research indispensable if the values of the past are to bear fruit in the present and in the future. | Das Interesse, das der Mensch seiner kulturellen Vergangenheit entgegenbringt, begründet auch sein Interesse an der Lexikologie als der Wissenschaft, die die Inhalte des Wortschatzes als Träger des gewachsenen Kulturerbes erforscht und vermittelt. Daraus folgt, daß sie Grundlagenforschung betreibt, ohne die die Werte der Vergangenheit die Gegenwart und die Zukunft nicht befruchten können. |
3. Continuité | 3. Continuity | 3. Kontinuität |
| La lexicologie de l'avenir doit se servir des forces créatrices de la tradition scientifique, elle doit bâtir sur les résultats positifs élaborés dans le passé, elle doit employer les nouvelles techniques de façon profitable, et elle créera ainsi un développement en continuité. | The lexicology of tomorrow must take advantage of the creative forces within the academic tradition; it must build on the positive achievements of the past, put the new techniques to good use and so bring about a development in continuity with the past. | Die Lexikologie der Zukunft muß die schöpferischen Kräfte der Fachtradition einsetzen, muß auf den in der Vergangenheit erarbeiteten positiven Ergebnissen aufbauen, muß die neuen Techniken in profitabler Weise nutzen und wird so eine Weiterentwicklung in Kontinuität bewirken. |
4. Interdisciplinarité | 4. Interdisciplinary approach | 4. Interdisziplinarität |
| L'interdisciplinarité est un des traits caractéristiques de la lexicologie historique; son importance centrale grandira encore, lorsque la technique favorisera plus encore les échanges. En profiteront davantage aussi les autres sciences anthropologiques. | The interdisciplinary nature of historical lexicology is one of its characteristic features, and its crucial importance will increase still further as technology makes possible even greater exchanges of information. This will be of advantage also to the other anthropological sciences. | Die Interdisziplinarität ist ein charakteristisches Merkmal der historischen Lexikologie. Ihre zentrale Bedeutung wird in Zukunft noch wachsen, wenn die Technik den Austausch begünstigen wird. Davon werden auch die anderen anthropologischen Wissenschaften profitieren. |
5. Lexicologie moderne et historique | 5. Modern and historical lexicography | 5. Moderne und historische Lexikographie |
| La lexicologie et la lexicographie des langues modernes s'appuient largement sur la lexicologie et la lexicographie historiques; l'évolution des langages nouveaux et les changements en cours prennent leur départ sur un substrat historique; la recherche doit donc se placer à priori dans la perspective de l'histoire. Ceci vaut, de façon analogue, pour la lexicographie bilingue. | The lexicology and lexicography of modern languages are largely based on historical lexicology and lexicography. The development of new types of speech and the linguistic changes currently taking place arise from a historical substratum, so that research must a priori adopt the historical perspective. This holds good also for bilingual lexicography. | Wesentliche Teile der Lexikologie und Lexikographie der modernen Sprachen basieren auf der historischen Lexikologie und Lexikographie. Auch jüngste Entwicklungen in Wortschatz und Sprache gründen auf historischem Substrat und müssen a priori in eine sprachgeschichtliche Perspektive gestellt werden. Analog gilt das ebenso für die zweisprachige Lexikographie. |
6. Thesaurus et recherche fondamentale | 6. Thesauri and basic research | 6. Summen des Wissens |
| La langue prend racine dans le passé lointain de notre culture. Elle se développe, subit des influences du milieu, produit du nouveau, tandis que l'ancien meurt, et elle reflète ainsi l'évolution culturelle. La lexicographie historique recueille et analyse ces phénomènes dans des thesaurus étendus du savoir. La recherche fondamentale nécessaire, appuyée par l'accroissement et la continuité du savoir-faire, en garantit le succès. | Language is rooted in the distant past of our culture. It develops, is subject to influences from the environment, generates new elements whilst older ones die out, and thus mirrors cultural evolution. Historical lexicography records and analyses these processes in extensive collections of material, its success assured by the necessary fundamental research, backed by the steady growth of expertise. | Sprache wurzelt in früher Vergangenheit unserer Kultur. Sie wächst, unterliegt Einflüssen der Umwelt, bringt Neues hervor, anderes stirbt ab, und sie spiegelt so die kulturelle Entwicklung. Die historische Lexikographie erfaßt und analysiert in umfassenden Thesauren diese Vorgänge. Gestützt auf Wachstum und Kontinuität des Fachwissens garantiert die notwendige Grundlagenforschung den Erfolg. |
7. Savoir versus information | 7. Knowledge versus information | 7. Wissen versus Information |
| Le savoir présuppose la connaissance et l'intelligence du cadre dans lequel prennent place les informations collectées; c'est par l'intégration dans un système scientifique que les informations sont transformées en savoir. L'utilité des informations, augmentées par la mise en oeuvre des réseaux électroniques, est garantie seulement par l'accroissement du savoir. | Knowledge presupposes a familiarity with and an understanding of the framework into which the collected pieces of information are set; it is by incorporating them into a scientific system that pieces of information are turned into knowledge. The usefulness of such items of information, their number increased by the introduction of electronic networks, is guaranteed only by the growth of knowledge. | Wissen setzt die Kenntnis und das Verständnis der Netze voraus, in die zusammengeführte Informationen integriert werden; durch den Einbau in das wissenschaftliche System wird aus Informationen Wissen. Demzufolge wird der Nutzen der durch elektronische Vernetzung zunehmenden Informationen erst durch den nachgewiesenen Zuwachs an Wissen offensichtlich. |
8. Matériaux travaillés | 8. Processing the source material | 8. Aufbereitete Materialien |
| Avec les techniques modernes de traitement mécanique de textes sont mis à notre disposition de grandes masses de matériaux bruts, et ceci en peu de temps et à peu de frais. Il revient à celui qui crée ces matériaux de les traiter selon les règles de l'art, afin de collaborer vraiment à l'analyse des sources historiques écrites et à l'augmentation du savoir. | Modern techniques for processing texts automatically make large amounts of raw material available to us quickly and cheaply. It behoves the provider of such material to handle it in accordance with best current practice, so as to insure a real contribution to the analysis of written historical sources and the increase in knowledge. | Mit der modernen Technik der Textzergliederung werden große Mengen von Rohmaterialien in kürzester Zeit und mit geringem Aufwand zur Verfügung gestellt. Es obliegt dem, der diese Materialien schafft, sie auch nach den Regeln des Faches aufzubereiten, um an der Analyse der schriftlichen historischen Überlieferung wirklich mitzuarbeiten und um den Fortschritt zu befördern. |
9. Normes de qualité | 9. Quality standards | 9. Qualitätsnormen |
| L'intensification des échanges scientifiques internationaux nécessite de plus en plus le maintien de normes exigeantes de qualité. En particulier les ouvrages de vulgarisation vivent des résultats de la recherche fondamentale solidement étayée que la lexicographie scientifique des centres de recherche qualifiés élabore. | The growth of scholarly exchanges at international level calls increasingly for exacting quality standards to be observed. Popular manuals in particular rely on the results of solidly based, fundamental lexicographical work carried out in qualified research centres. | Der wachsende internationale Wissenschaftstransfer erfordert in zunehmendem Maße die Anwendung anspruchsvoller Qualitätsnormen. Besonders Publikumswerke leben von den Ergebnissen der breit fundierten Grundlagenforschung, die die wissenschaftliche Lexikographie der qualifizierten Forschungszentren bereitstellt. |
10. Identification | 10. Identification | 10. Identifikation |
| De concert avec ceux qui sont chargés de la distribution des résultats, la communauté scientifique doit garantir que le chercheur et les institutions de recherche soient identifiables comme auteurs scientifiques, même lorsque les résultats sont exploités au moyen de médias électroniques. De cette façon la fierté éprouvée d'un travail d'excellence et la reconnaissance de l'apport individuel continueront à fournir la motivation pour la plus haute qualité scientifique. | Working alongside those charged with distributing research results, the scholarly community has to make sure that academics and academic institutions can be officially recognized as scholarly authors, even when the results are accessed through electronic media. In this way the pride felt in an excellent piece of work and the recognition of the contribution made by the individual will continue to provide the stimulus for work of the highest academic quality. | Die wissenschaftliche Gemeinschaft muß gemeinsam mit denen, die mit der Verbreitung der Resultate betraut sind, dafür Sorge tragen, daß Forscher und Forschungseinrichtungen als wissenschaftliche Urheber identifizierbar sind, auch wenn die Resultate über elektronische Medien genutzt werden. So werden weiterhin Stolz auf erstklassige Arbeit und Anerkennung des individuellen Beitrags ein Ansporn zu höchster wissenschaftlicher Qualität sein. |
Vous trouvez la Déclaration de Heidelberg aussi dans "Das Mittelalter" 6 (2001) 1,183; voir également l'article de Frankwalt Möhren sur le colloque dans le "Bulletin d'Information de la Mission historique française en Allemagne" 37 (Göttingen 2001), 95-100.
Tout scientifique qui se reconnaît dans les propos de la Déclaration de Heidelberg est invité à se rallier aux premiers signataires. Ce site héberge la liste croissante. Contact: frankwalt.moehren@rose.uni-heidelberg.de
Die vom DEAF verwendete Literatur wird durch das Complément bibliographique erschlossen, das zum Standardwerk für das Altfranzösische geworden ist und Primärquellen, Sekundärquellen und Wörterbücher verzeichnet. Es wird in Druckform (De Gruyter, zuletzt 2021, DOI 10.1515/9783110755091) und online als DEAFBiblél publiziert. Für mehr Informationen, s. unter den Publikationen.
Seit 2010 publiziert der DEAF seine Wörterbuchartikel online als DEAF électronique (DEAFél) im Open Access. DEAFél besteht aus zwei Publikationsteilen: DEAFplus und DEAFpré. Seit 2018 sind die Daten der Artikel von DEAFplus zudem als Linked Data in RDF verfügbar.
1) DEAFplus
DEAFplus ist der in etablierter Form wissenschaftlich ausgearbeitete Teil des Wörterbuchs. Der Leser kennt diesen im Prinzip aus der gedruckten Version, allerdings online um zusätzliche Inhalte und Funktionen erweitert: DEAFplus ermöglicht z.B. den Zugriff auf Materialien, die aus Platzgründen in der gedruckten Version weggelassen wurden (unter „etc.“ und „etc.etc.“). DEAFplus umfasst zur Zeit die vollständige Buchstabenstrecke von G–K sowie Teile von E und F. Gemäß einer Übereinkunft mit dem Verlag De Gruyter wird jede neue Lieferung des DEAF gedruckt und zwei Jahre nach der gedruckten Version online veröffentlicht. Solange die Bände G–K noch nicht vollständig retrodigitalisiert sind, sind sie als Rastergraphiken in DEAFplus integriert. Der Abschluss der Retrodigitalisierung ist für 2020 vorgesehen; die fertig bearbeiteten Bände werden sukzessive online gestellt.
2) DEAFpré
Parallel zu DEAFplus sind die Materialien der restlichen Buchstabenstrecken zu Wortfamilien zusammengestellt, semantisch grob strukturiert und in der Form sogenannter Kurzartikel als DEAFpré ausschließlich online zugänglich gemacht. Der relevante Unterschied zur Artikelredaktion des DEAFplus ist, dass – zeitbedingt – die Materialien des DEAFpré nicht verifiziert werden konnten und daher mit Vorsicht zu Rate gezogen werden sollten. DEAFpré ist ein Arbeitsinstrument, das ständig verändert wird. Die graphische Kategorisierung ist vorläufig und die semantische Kategorisierung wurde ohne Prüfung der Quellen durchgeführt, also nur aufgrund der auf den Zetteln verzeichneten Daten, die nicht immer alle wünschenswerten Informationen enthalten.
Dennoch sind die Informationen, die der DEAFpré bereithält, beachtlich: Er ermöglicht den Zugriff auf alle notierten Formen eines Wortes sowie auf die Gesamtheit aller Belege, die einer der notierten Definitionen zugeordnet ist. Des Weiteren ist jedes verwendete Sigel mit einem Link zur elektronischen Bibliographie versehen. Gegebenenfalls sind die online abrufbaren Wörterbücher (z. B. ANDEl und DMF), die relevante Informationen zu einem gegebenen Wort enthalten, mit einem Link erfasst. Zurzeit enthält der DEAFpré Materialien, die die Buchstaben A–F und L–Z betreffen.
Die Suchfunktionen bestehen aus zwei Teilen, der Recherche simple und der Recherche avancée:
1) Recherche simple: Die einfache Suche macht die Lemmata, die Ableitungen und die verschiedenen graphischen Realisierungen der altfranzösischen Wörter zugänglich. Sie umfasst die Materialien des gesamten Alphabets.
2) Recherche avancée: Die erweiterte Suche mit acht Suchfunktionen und zahlreichen Optionen, um die Suchen zu filtern, macht die Informationen des Wörterbuchs in einer großen Tiefe zugreifbar. Sie erlaubt beispielsweise die Suche nach einem Wort in Redewendungen, in Kollokationen, in Sprichwörtern oder in Stilfiguren. Die onomasiologische Suche, die auf den Definitionen der Wörter beruht, ermöglicht die Suche nach Bedeutungen im Allgemeinen oder wird durch den Gebrauch des entsprechenden Wortes als terminus technicus oder in einer Stilfigur präzisiert. Die erweiterte Suche umfasst alle Artikelstrecken von DEAFplus (außer G–K) und DEAFpré.
Für mehr Informationen zur Entstehung von DEAFplus und DEAFpré und der Entwicklung des elektronischen Redaktionssystems, s. Eine neue Konzeption des DEAF.
Hier geht's zu DEAFél
Seit 2018 sind die Daten der Artikel des DEAFplus in das Format Resource Description Framework konvertiert und liegen somit als Linked (Open) Data vor. Zur Anwendung für die formalisierte inhaltsbezogene (semantische, im Sinne der Informatik) Auszeichnung der Daten kamen die folgenden, in der Wissenschaft etablierten Vokabulare und Ontologien: OntoLex-lemon, LexInfo, DublinCore, OLiA, RDF, RDFS, SKOS und FOAF.
Für eine detaillierte Beschreibung des Konvertierungsprozesses, s. Sabine Tittel und Christian Chiarcos, Historical Lexicography of Old French and Linked Open Data: Transforming the resources of the Dictionnaire étymologique de l'ancien français with OntoLex-Lemon, in: Proceedings of the Eleventh International Conference on Language Resources and Evaluation (LREC 2018). GLOBALEX Workshop (GLOBALEX-2018), 7-12 May 2018, Miyazaki, Japan, Paris (European Language Resources Association (ELRA)) 2018, S. 58-66; Sabine Tittel, Integration von historischer lexikalischer Semantik und Ontologien in den Digital Humanities. Mit Materialien des Altfranzösischen, Mittelfranzösischen und Altgaskognischen als Linked Data ins Semantic Web, 2022, im Druck.
Auch die Daten des elektronischen Altgaskognischen Wörterbuchs DAGél sind in Linked (Open) Data transformiert. Auf die Konvertierung in RDF trifft dasselbe zu wie auf die Daten des DEAFplus.
Auf dem Portal LOD.academy sind die Kategorien der Ontologie zu Hallig/Wartburg (DEAF-Sigel: HW) als LOD abrufbar; https://lod.academy/site/vocabs/hallig-wartburg. S. Sabine Tittel, Frances Gillis-Webber, Alessandro A. Nannini, "Towards an ontology based on Hallig-Wartburg's Begriffssystem for Historical Linguistic Linked Data”, in: Maxim Ionov, John P. McCrae, Christian Chiarcos, Thierry Declerck, Julia Bosque-Gil und Jorge Gracia (edd.), Proceedings of the 7th Workshop on Linked Data in Linguistics (LDL-2020), Marseille, May 2020, European Language Resources Association, 2020, S. 1-10.
frankwalt.moehren@rose.uni-heidelberg.de
gabarre, [gabelle], gable1, gable2, gacel, [gai], [gaif], gaimenter, gaïn2, galban, gale, [galee], galepier, galerous, galle muschee, galme, [galois], galon, galop, galoppe.
gamel/gamele, ganguemele, ganguerillié, gansele, garenne, gargarisier, gargate, garges, garmenter.
garol, gaule, gavle, gazar, geline, gelinier, gence, *genoicure.
germe3, *gesse, geugon, geuse, geutre, gevesque, gewee, gibeline, giber.
*gier, gignitif, girolde, glace, glacial, glaire1, glaire2, glaseriane, glasie, glaswerkere, *glauc, glebe, glemure, *glend, gleste, *glocier, gloine, gloon.
gnacelle, gnif, gnongnon, gnouse, gobette, gocuble, godelminge, godivele, goés, goi, goiere, goiron, goise, *gojon3, gomeis, *gonne, *gordinge, gotelef, *goude, goulesi, goumas, goumon, gounder, gournon.
grade2, gramose, gratenzen.
grepper, greste, greywerk, griçoler, griés, grieté, grifer/griper, grigaille, grignier/graignier, grimole, gringalet/guingalet, gris, grislant, grocier, groe1, groer, grognetiere, groïr, groisele, *groler.
gromoissel, grote, groupial, grumel, grundeswilie, gruve, guace, guagoin, guai, guarsache, guasseau, guastrer, guchart, gué, guerne, guibelin2, guilté, guisarme, gurdei.
h, ha1, ha2, haa, haant, haé, hahai, hahi, hai, haï, haie2, haigne1, haigne2, haio, *haiward, hakebot, haleïz, halo, han, haneke, hanter, hanterie, haon, hara1, hara2, harace, haraz1, haraz2.
hardos, haré, hari, harke, hatece, hatiplat, hau, haudaim, hautere, have1, have2, have3, haveben, havir1, havir2, havot2, he1, he2, heanse, heau, hebes, hei1, hei2, heï, helileth, helye, henel, henir.
herder, herdle, herdre, herdu1, herdu2, herebout, heriet, *herlage, herlequin, herlon, herlot, herluïn, hermerel, heu, heü, *heus, hez1, hiiz, hillereberie, *hin, hine1, hine2, his, ho1, ho2, hogastre, hoget, hoi, hoillier, holete, hondin.
*horlon, horns, horson, hosebonde, hot, hote, hottrez, hou1, hou2, *houille, houp, houre, houtrir, hu, huan, huchier, hucour, hudhud, hüet1, hüet2, hui, huissier, hulke2, huo, huper, hure2, huteys, huz, hyne1, hyne2. Nachträge: gavete, geaim, gim, grebeleüre, grinniun, ha3, ha4, he3, he4, hez2, hke.
ïa1, ïa2, idne, *ie, iemise, ieppe, ier, ierne, *ieus, ihan, imbelle, *imporve, imprecacion, impregnacion, *inabitable, *inabiter, inbaiver, incendiaire, incense, incensif, incension, incider, incision, incliner, inclit.
indicacion, indice1, indice2, indigence, indigent, indigeste, indigestibilité‚ indigestion, *indignabond, indulgence, induracion, inenarrable, inestimable, inevitable, infangenthef, infecondit‚ infect, infirme, infirmer, inhame, inhock, inhom, insculpter, insipide, instaurer, instiguer, instincion, instrument, insule, interregne, interroi.
[gerouwaide], [glarge], investir, invidicion, irele, iringe, irois, isac, *israeliciien, item, ivoire, ivron, iwerve.
j, ja, ja chi/chie, jafe, jafreite, jai1, *jai2, jaiet, jailloté, *jaine, jaiole, jalir, jaloie, jaloine, jamas, jance, jane1, *jane2, *janet, jare2, *jargel, *jaroil, *jaroillier, jaschiere.
jaschiere, jaser, jasse, jate, jauge1, jauge2, jehui, jemble, jo.
jogler1, jogler2, joindrage, joindre1, joindre2, *joinson, [jonc], jonction, *joner.
jordanian, joscle, josüé, jou, jugnere, juïf, juïse, julban, junior, jus1, jus2, k, kaf2, kele1, kernille, kersey, koauge, kuskenole.
faisse, faitas, fasces, fassie.
feccion, fessee, feste3, ficelle.
finporter, *fisse, fissele.
flodegate, flor2, flore, foace, foier, foimain, foire1, foisne, foment, fomentacïon, fomenter, fomite, fonction, fondacïon, foolair.
enche.
ennelin, ental dental, enteime, *eptagone, ercolin, escaver, estandart, estanfort, estibourne, etimologie, estinc, exorcisacion.
gigant, gimel, gimnologizere, *ginosophiste, giroudot, [*givre], gladiateur, [glai], [glaive], *glarie, [gliier/glicier], [gloire], *glopoiier, [glose].
[glotir], [glu], gnomé, godebert, godeman, godemecin, godemine, godemite, godin, godiniere, goditoët, goësche, goet, goffrinech, gogue, goherel, goille, *gojon1, gojon2, gole, goleis, golene, golias, golie, goloper, golos, golot, golte, gomalt, gome1, gome2, gomer, gomoree, gonboné, gondele, gone, gonfanon, gont, gorderiemen, gorge, gorgocier, gorgueillon, *gorjos, gorle, gorre, gort1, *gort2, gosse, gost, goster, gote, gothieus, *gouascher, goud, goudeliz, goudet, goue, gouge, goulier, goume1, goume2, goupil, gourge, gout, goutefiere, gove.
gover, governail, governer, goz, graal, grabaton, grace, graciier, gracios, gradation, grade1, gradif, graduel, grael1, grafe, grafiner, gragan, graife, [grain], graindain, graindre, graioler, gramaire1, gramaire2, gramatique1, gramatique2, gramon, grandisme, grant, grape, grappe, grate1, grate2, gratice, gratifier, gratuité, gratuler, gravatif, grave1, grave2, graveda.
gravilleïs, gravir, gravisme, gravissement, gravité, gré1, gré2, gregier, gregorien, *grement, grenchoun, grene, grenon1, gres1, gres2, gresser, *greüs, greüsier, grevamen, grever, grief, grim, grimuche, *grin, grinellé, griscon, grisnier, grisoyer, gristel, groignier, groin, groisse, *groissor.
grometical, grommer, gronce, grondir/grondre, gronir, gros, groser, grosisme, grosse, *groté, *grumbaz, grumez, guaraut, guardireve, guarnelo, guasmul, gudderi, gueaaille, guerbis, guercin, guerfil, *guerineur, *guerlandois, guernart, guerp, guerpir, guerre, guerredon, guervise, *guessoi, gueste, gui, guiart, guidel, guigne1, guigne2, guignier1, guignier2, guignon, guihale, guiier/guider, guile, guimauve, guinde, guinon, guiper, guis, guische, guischet, *guischier, guit, guite, guiten, guitepire, guiton, gulucion, guolande, gurdeler, gurgulacion, gustatif, gutuy, gymel, gymnastique, *gynecocratie, *gyneconomie, *gyneconomos, gyri.
habredache, hache1, hache2, hachipas, hackenail, hacutin, hadie, haguier, haignier, haignon, *haile, hailletel, haillon, haincelin, *hainouart, haïr, haire, haistaut, haldrobe, haler, halhaste, halife, halloer, halot, hamoingnier, hanche, *hanchier, hanekoke, hangeman, *hanker, hansac, hanscote, hanzir, hape, haquenee, hardi1.
hardi2, hardie, hardoier, hardouin, haricier, harle, harlige, haroie, has1, has2, *hascher, haschiere, *haser, hasler, hasseus, haste, hature, haugeceme, haurir, hauseleamye, *havax, havredas, hawen, hayement, heaume, hebre, hecquier, heel, heet, hefmoder, heibote, heihove, heimelborch, heitevisch, hel, hele1, *helenger, helffurlingwort, helione, helm, helpe, hengwite, *henne, hennequin, henuer, her, herance, herbergier.
here1, here2, hergnos, heriel, herion, *heriton, hermoiz, herneis, hertiu, heru1, heru2, *hesticie, hestol, hetoudeau, heueçongne, heuquette, *heurespois, heuwier, heux, heyde, hezas, hibondee, hibou, hicier, hiercopin, hignehan, higue, hildevraeth, hir, hiraut, hisde, hobeler, hobin, hoc, hochier, hockeday, *hoctel, hodilinki, hoigne, hoingnier, holagre, holsake, honir, *honke, honte.
hopembier, hoper, *horendre, houcque, houestre, hourel, hourer, housbote, househire, houtmarc, *hoverer, hoyrin, huche, hucongne, hudel, huerresson, huetsete, huge, huitart, huitefale, huitepure, hukestere, hule, hulie, humbeloc, hundestunge, hundred, hure1, hurebale, hurger, huricle, hurter, huscarle, hututu, huuel, huusoukinghe, huutvaert, huvardy, huvele, huvet.
i1, i2, iauoutelle, *ibont, *icalct, *icocedron, *icoine, *iconome, *iconomie, *iconomique, *ictiofages, identité, ides, idiote, ieblecket, *ieke, *iekel, *iemal, *ïene, ies, ignare, ignavie, igneïié, ignicion, ignorable, ignorance, ignorer, ignot, ijeme, iken, il, illegal, illegitime, illicite, illinicion, illiricïen, iluec, imbecillité, imbibition, immediat, *immisericors, *immoderé, immolation, immonde, immortalité, immortel, immunité, immutable, immuter, imparfait, imparité, impartir, impassible, impatient, impedicion, impedier, impediment, impeller, impendre, impenitent, impenser, imperable, imperateur, imperatif, imperation, imperfection, impersonel, impertinent, impeticion, implecion, implement, implet, impliquer, implorer, importable, improbité, improperie, imprudence, impudence, impudique, inanition, inaugurer, incarnalité, incarnation, incarné, inceptour, inceste, incident, incirconcis, incirconscrit, incitation, inciter, incivil, inclus, inclusion, inclusivement, incoatif, *incöer, incolumité, incommelin, incommensurable, incommodité, incommutable, incomparablement, incompassible, incompatible, incompetent, incomplet, incomprehensible, inconcessible, incongru, incontinence, incontinent1, incontinent2, incorporalité, incorruptible, incorruption, incredible, incredule, incredulité, incrée, increment, increpation.
increpation, incube, inculper, inde, indecent, indeclinable, indeficient, indefiniement, *indefinité, indestint, indicatif, indien, indifference, indifferent, indignacion, indigne, indigner, indignité, indiose, indissoluble, indocible, indole, indolence, induccion, inducer, induces, induct, inductif, industrie, ine, inexplicable, *infaciable, infaillible, infame2, infame2, infancie, infidele, infidelité, infime, infinit, infinitif, infondre, *inforcier, infortune, infortunité, infraction, infre, infrigidacion, infructueux, infus, infusion, ingenerable, ingenier, ingenieux, ingenue, ingerer, ingestion, inglorieux, ingression, inibicion, *inibir, inicial, iniciier, inicion, *injonccion, injure, inlaguier, innaturel, *innigiler, innoble, innocence, innocent1, innocent2, innovacion, innover, innumerable, inobedience, inobedient, inonction, inondacion, inonder, inquinacion, inrogance, insaciable, insacieté, insanable, insaniation, insané, inscience, inscient, insensibilité, insensible, inseparable, inserer, inserter, insete, inside, insidiateur, insigne, insinuacion, insinuer, insipience, insister, *insite, instabilité, instable, installer, instance, instant, insupportable, intelleccion, intellect, intellectibilité, intellectif, intellectualité, intellectuel, intelligence, intelligible, intercalaire, interceder, intercisé, interdire, interemption, interesser, interfection, interfuge, interimer, interjection, interpretable, interpretacion, interprete, interpreter, interrogacion, interrogatoire, interroguer, *introïser, introïte, intromission, intronisacion, introniser, intrure, *inumain, *inumanité, *inumer, inutile.
investigacion, investiguer, invictissime, invigiler, invincible, inviscacion, invisquer, invitacion, invitatoire, invitement, inviter, invocable, invocacion, involontaire, invoquer, *ioman, iota, *iperphanie, ipia, *ipobaume, *ipophanie, ipoquistidos, ipostase, ipotame, iraconde, iracondie, iraistre, irascible, ire, iré, ironie, *isaru, *iscier, isme, ismon, *isoden, isope, *ispisos, isselite, istoire, istorial, *istoriografe, *istu, *italiien, itineraire, iv, iver1, *ivernail, ivernal, iverner, *iwit.
jacee, jacinte, jacobin, *jacobite, jacques, jactance, jacture, jaculus, jadis, jael, jaerghetide, jagonce, jaiant, jalos, jalu, jangler, janguot, *janney, jante3, japis, jaque, jare1, jarle, jarre, jarscare, *jascoine.
*jascoine, jasdi, jasmin, jaune, je, jeu, jobarbe, joc, *jocond, *joconder, jocondité, joër.
joër, joïr, jolif, jor.
jornage, jovedi, jovir, jueble, juesdi, juge, jugier, *jugulare, juguler, juil, juin, jujube, julep, juper, juratoire, jurer, jurrent, *jus3, *juseus, *jusive, jusquiame, jussel, justice, justification, justifiier, *juvableté, *juveor, kac, kauclier, kaurenel, *keine, keisel, kenape, kercmester, kertel, keute, kieute, kirieleison, *konciel.
f, fa, fable, fabler, fabulacion, facet, *facetel, facond, faconde, facondieus, facondité, faile, failie, faitiz, falange, falco, fale, falsifier, familiarité, familiede, famle, famolain, famos, famulaires, famule, fanc, fane, fantasie, fantastique, farcel, farder, farlouper, fastel, fastengé, fastidier, fastner, fastrasie, fat, fatigacion, fatigos, fatiguer, *faucastre, fauchier1, *fauchier2.
faunet, faunier, faunos, fauste, fauterne, fautriere, favele, faveler, faxee, feltrey, femele, feminin, fendour, fendre, ferment, ferocier, ferocissime, ferruge, fervide, festinance, festination, festiner, fidelité.
fiens, fieus, figuratif, figuration, figure, fil1, filandre, fille2, *filopecune, fime, fiole, fir, fisc, *fisle, fisonomie, fissel, fissure, *fius, flage, flagicios, flaide, flain, flaissie.
flaitile, flake, flamesche, flandrois, flaor, flape, flasche, flaschir, flaure, flave, flaviier, flection, flengue, flepier, flerie, *flet1, flete, fletir, flexibilité, flexible, fliche, flique, flo, flodemark, floenne, flohaut, flomus, floquer, florence, florin, floternel, fluctuacion, fluctuer, *fluctuos, fluxibilité, fluxible, fluxion, fobert, focal, focile, fogier, foïr, foire2, fondefle, fondeor, fonder, fonge.
e1, ebe, ebil, ebreing, ebrieu, *ebrios, edel, effeminacion, effeminer, *effectuos, effet1, effet2, effusion, *effutement, egerer, egestion, egetaine, egipcien, *egiptial, eine, elacion, elegletier, eligité, elin, elleuper, embevrer, emboivre, *embruschier, embut, *emlesgier, emolument, emomptoire, empedement, empestal, empreignier.
enfeste, *engluive, engolsier, engrader, engraunde, enmugler, ensocir, entragne, eo, ephebe, epicene, epicercle, epicicle1, epitalamye, epus, eretique, ergne, ernol, *erroneos, esberucier, *escalot, escanbot, escoïz, escolastre, escun, escuruel, esmaiole, esnual, esophoire, espaer, *espagnol, espasme, espesche, espit, espoillier, esquiter, essaboïr, essechon, essel, estaberge, estaim, estipot, estor2, estraiment, etheroclite, etrivaine, eube, eubulie, euchariste, eustocie, eviscerer, excentrique, exeques, expletif, extasie.
Der DEAF erschien jährlich mit einer Lieferung à 192 Spalten (Max Niemeyer, Tübingen / De Gruyter, Berlin). Das letzte Faszikel wurde 2020 publiziert.
Zur Bibliographie, siehe hier .
Das Wörterbuch wird durch das Complément bibliographique erschlossen, das heute das bibliographische Standardwerk zum Altfranzösischen ist. Es verzeichnet alle Primärquellen (Lieder, Inventare, Gerichtsprotokolle, Heiligenleben, Kochbücher...), Sekundärquellen (Autorenwörterbücher, Untersuchungen zur Kostümkunde, Höfisches Leben, nautische Fachvokabulare...) und Tertiärquellen (Wörterbücher, die sich auf Sekundärquellen oder wiederum auf Wörterbücher stützen...). Es ordnet im Prinzip alle Texte den literarischen Genres zu, nennt alle Handschriften, datiert und lokalisiert alle Texte und Handschriften, listet alle Editionen auf und äußert sich kritisch zu ihrer Qualität. Das Complément bibliographique ist somit ein Schlüssel zur altfranzösischen Literatur, zur mittelalterlichen Sachforschung und zur französischen Lexikographie.
Die Bibliographie des DEAF wird permanent erweitert: die Zahl der bekannten Quellen wird immer größer, und das Wissen über diese Quellen nimmt täglich zu. Der letzte publizierte Zustand der Bibliographie (DEAFBibl 2021, XXXV Seiten + 1089 Spalten + 289 Seiten, bei De Gruyter, Berlin; die Einleitung der Druckfassung lesen sie hier) enthält inzwischen die meisten der nötigen Informationen und liefert Angaben zu 6901 Quellen, datiert 2800 alte Texte und zitiert 6193 Handschriften an 10213 Stellen.
DEAFBibl 2016 enthält alle bisher etablierten Sigel und bietet vielfältige Indices und Konkordanzen, welche die Informationen unter verschiedenen Blickwinkeln erschließen und die Bibliographie zu einem Hilfsmittel der Philologie im Allgemeinen machen. Das Sigelsystem des DEAF wird von Wörterbuchredaktionen, Fachzeitschriften und Fachpublikationen verwendet.
Die elektronische Fassung der Bibliographie (DEAFBiblél), die einen Arbeitszustand abbildet und regelmäßig aktualisiert wird, ist zu einem eigenständigen Forschungsinstrument neben dem Wörterbuch geworden.
Ihr Sigelsystem wird von Wörterbuchredaktionen, Fachzeitschriften und Fachpublikationen verwendet. Monatlich wird sie derzeit von etwa 1300 Besuchern konsultiert, die über 3000 Suchanfragen stellen. Eine Vereinbarung mit dem Verlag gewährleistet den freien Zugriff auf DEAFBiblEl. Im Gegenzug hätten wir gerne gehabt, dass Wissenschaftler, die dieses Forschungsinstrument nutzen, uns ihre Korrekturen und Beobachtungen mitteilen. Ebenso setzt die Übernahme bibliographischer Daten aus unserem Complément bibliographique in die kommentierten Bibliographien anderer Wörterbücher die Einhaltung der wissenschaftlichen Regeln voraus (siehe hierzu die Heidelberger Erklärung).
Zur Zeit (Juni 2018) beinhaltet DEAFBiblEl:
Die Informationen zu den einzelnen Sigeln sind weitgehend vollständig, werden jedoch weiter verbessert. Noch unvollständige Sigelerklärungen (gekennzeichnet durch das Zeichen ÷) werden nach und nach vervollständigt. Die gedruckten Indices ‘Chronologie’, ‘Scriptae’ und ‘Textes en prose’ stehen hier nicht zur Verfügung.
Die Suchfunktionen in DEAFBiblEl bieten jedoch umfangreichere Recherchemöglichkeiten. Die Suchmaschine erkennt sowohl vollständige Eingaben – etwa ‘BN fr. 368’ – als auch Teile von Informationen, wie zum Beispiel eine einfache Handschriftennummer: sucht man ‘368’ im Suchfeld Handschriften, findet die Suchmaschine BN fr. 368, Ars. 3684, BN fr. 24368, BN nfr. 6368, BN nfr. 23686 und auch Ars. 2247 [1368] (!), etc.; die Suche nach ‘pic.’ im Handschriftenfeld liefert beispielsweise BN fr. 25566 [pic. (Arras) prob. 1295], BN fr. 2039 [pic./wall. 2em.14es.], Bern 113 [bourg., qqs. traits pic., fin 13es.], BN fr. 60 [pic., fin 14es.], sowie BN fr. Coll. de Picardie 159.
Dieser Vorteil bringt auch einen Nachteil mit sich: wenn sich das gesuchte Element nicht innerhalb einer mit XML-Markup versehenen Information befindet, liefert die Suche kein Ergebnis. Eine spielerische Herangehensweise seitens des Benutzers ist hier von Vorteil.
Die vorliegende Bibliographie verzeichnet naturgemäß edierte Texte. Sie beinhaltet jedoch ebenfalls Sigel, die sich auf nicht edierte oder nur zum Teil edierte Texte beziehen. Diese Sigel können über eine Suchanfrage nach 'inédit' im Feld 'Herausgeber/Forscher' der Suchmaschine angezeigt werden. Die auf diese Weise generierte Liste entspricht jedoch in keiner Weise einem Verzeichnis der Desiderata auf diesem Gebiet (cf. T. Matsumura ActesHiroshimaVoc 118f.).
AlexisPr3, AmAmPr2, AmDieuK, AmphYpL, AnsCartPr, Apol1, AspremLan, AspremMazM, AuberiB, BalJosPr3, BelleHelPr2, Bersuire, BersuireP, BibleAgn, BiblePar, BibleSeptEtatsM, BrutNobleC, BrutNobleL, ChevErrW, ChirRog3M, ChirRog4, ChirRog5, ChronBaud1K, ChronRoisAnG, ChronSaintProf, ChronSaintProf, CommPsIB, CommPsIC, CommPsII, CompSGen, ConsBoèceBon, ConsBoècePierreT, ConsBoèceRenAbr, Corb, CoutChartreux, CoutNormGr, CptChâtArt, CroisBaudriM, CroisSpaldM, DialGregTrav, Digeste, DistinctCharlH, EchecsAmPrK, EchecsBakC, EchecsBernS, EchecsNicA, EdConfPr1M, EdConfPr2, EpSBernDil, EvNicPrLA, FaucMedL, GlEvr3, GuiChaul, GuillSat, HistAnc2RB, HistCharlPh, InstJustRich, JBelethLégDor, JostPletR, JParoy, JVignayMir, LapidMand2, LégDorAn1, LégDorAn2AgnèsD, LégDorAn4AlexiusK, LégDorAn5MargO, LégDorBelMargO, LégDorVignD, LégJMailly, LHorn, LionBourgOctF, LunaireSal2Z, LunaireSal3, LunaireSalRen, MaccabPr2M, MarNDR, MédBerne, MirBonnes, MisereOmme, MPolPip, OgDanAl2, PCrapCurB, PCresc, PeliarmB, PParPs, ProphSeb, PsHex, PsLong, PurgSPatrCott, RegDijon2, RenContr1R, RenMontPr1, RenMontPr2, RobGrethEv, SDenisPr6, SecrSecrPr1, SecrSecrPr2H, SecrSecrPr5, SecrSecrPr8, SecrSecrPr9, SecrSecrPr10, SenLucilE, SenLucilLib, SeptPechVesp, Serm, SFrançPr1, SGenDér, SGenPr2, SGenPr3, SJérEp53R, SJérPréf, SMadDéc, SMadPr2, SMadPr3, SMadPr4, SMadPr5, SMadPr6, SMarieJésus, SongeAch1B, TancredOrd, TroieJofr, TroiePr1C, TroiePr2, TroiePr3, TroiePr6, TroiePr7, TroiePr8, TroisEnM, TroisMariesAnne, TroisMariesJean, VégèceRichT, VisTondArs.
Technische Betreuung: Sabine Tittel und Marcus Husar.
Sabine Tittel, Dynamic access to a static dictionary: A lexicographical «cathedral» lives to see the twenty-first century – the Dictionnaire étymologique de l’ancien français, in: Granger, Sylviane / Paquot, Magali (edd.), "eLexicography in the 21st Century: New Challenges, New Applications", Proceedings of eLex 2009, Louvain-la-Neuve 22-24 October 2009, Cahiers du Cental 7 (2010) 295-302.
Sabine Tittel, Le « DEAF électronique » – un avenir pour la lexicographie, in: Revue de Linguistique Romane, 74 (2010) 301-311.
Sabine Tittel, Christian Chiarcos, Historical Lexicography of Old French and Linked Open Data: Transforming the resources of the Dictionnaire étymologique de l'ancien français with OntoLex-Lemon, in: Proceedings of the Eleventh International Conference on Language Resources and Evaluation (LREC 2018). GLOBALEX Workshop (GLOBALEX-2018), 7-12 May 2018, Miyazaki, Japan, Paris (European Language Resources Association (ELRA)) 2018, S. 58-66.
Sabine Tittel, Historical Corpus and Historical Dictionary: Merging two Ongoing Projects of Old French by Integrating their Editing Systems, in: Jaka Čibej, Vojko Gorjanc, Iztok Kosem, Simon Krek (eds.), Proceedings of the XVIIIth EURALEX International Congress: Lexicography in Global Contexts, 17-21 July, Ljubljana, Slovenia], Ljubljana (Ljubljana University Press, Faculty of Arts), 2018, p.453-465. DOI: 10.13140/RG.2.2.22835.12328.
Da die Buchpublikation der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt bereits kurz nach ihrem Erscheinen vergriffen war, hat nun die Heidelberger Universitätsbibliothek eine digitale Version publiziert, siehe https://doi.org/10.11588/diglit.70826.
Erschienen bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG) Darmstadt ist die Edition Guillaume de Digulleville. Le Pelerinage de Vie humaine – Die Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem, herausgegeben von Veit Probst, bearbeitet von Sabine Tittel, Stephen Dörr, Frankwalt Möhren und Thomas Städtler (mit Beiträgen von Wolfgang Metzger, Karin Zimmermann). DEAF-Sigel: PelVieD.
Ein frommer Mönch erzählt von seiner Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem. Doch er hat nur geträumt. Der hier erstmals ins Deutsche übertragene Text ist eine allegorische Dichtung, in der dem Ich-Erzähler diverse Personifikationen der Tugenden und Laster begegnen, bevor er am Ende aller Hindernisse zum Trotz sein Ziel erreicht und aus dem Traum erwacht. Autor dieser Pilgerreise ist der Zisterzienser Guillaume de Digulleville (1295 – nach 1358). Hoch gebildet gibt er eine äußerst interessante und dabei besonders abwechslungsreiche Einführung in das scholastisch geprägte religiöse Denken des Spätmittelalters. Diese Edition macht die Heidelberger Prachthandschrift des Werkes endlich allgemein zugänglich. Sie bietet ein Faksimile der Handschrift, den altfranzösischen Text mit deutscher Übersetzung, einen ausführlichen Kommentar und ein Glossar. Die Handschrift weist eine überaus reiche malerische Ausstattung mit 126 Miniaturen und einem komplexen Dekorationssystem auf, das von der sorgfältigen Kalligraphie des Textes und den in Gold und Farben ausgeführten Initialen bis zu dem charakteristischen Rahmen- und Rankenwerk der Seiten reicht.
Die Edition wurde der Öffentlichkeit am 2. Juli 2013 im Handschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek Heidelberg vom Direktor der Universitätsbibliothek Dr. Veit Probst und dem Forschungsstellenleiter des DEAF PD Dr. Thomas Städtler vorgestellt. Grußworte sprachen der Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof, sowie Jasmine Stern von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt. Über die Präsentation berichtete der SWR in der Sendung «Landesschau aktuell».
Das Glossar zur Edition Guillaume de Digulleville. Le Pelerinage de Vie humaine – Die Pilgerreise ins Himmlische Jerusalem ist, in einer erweiterten Version, hier als PDF zugänglich, der Index der Personennamen hier.

Onlinepublikation DEAFél
Onlinepublikation von DEAFBiblél
Wissensnetze in der mittelalterlichen Romania - ALMA, HAdW
Analyse et traitement informatique de la langue française – ATILF, Nancy
Anglo-Norman Dictionary, Aberystwyth
Dictionnaire du moyen français – DMF, Nancy
Documents linguistiques galloromans, Universität Zürich
Dictionnaire électronique de l'ancien gascon – DAGél
The Values of French, King‘s College, London
TRansfer Of Literature and Learning to the NORRøn World – TrollNorr, Universität Bonn
Base des mots fantômes, ATILF, Nancy
Die Redaktoren des DEAF sind Unterzeichner des BERLINER APPELL „KULTURERBE IST DIE ZUKUNFT EUROPAS”.
S. European Cultural Heritage Summit.
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